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Tesla: Elon Musk entlässt in Grünheide erneut einen hochrangigen Manager

·Lesedauer: 1 Min.
Elon Musk bei einem Kontrollbesuch auf der Baustelle in Grünheide.
Elon Musk bei einem Kontrollbesuch auf der Baustelle in Grünheide.

Wenn der Tesla-Chef Elon Musk die neue Gigafactory im brandenburgischen Grünheide besucht, sorgt dies jedes Mal für ordentlich Gesprächsstoff und ein gehöriges mediales Aufsehen.

Der Elektroautobauer benötigt für seine im Bauverzug befindliche Fertigungsstätte zwar noch tausende Mitarbeiter, weshalb die Bewerbergespräche auf Hochtouren laufen. In der Führungsetage des südlich von Berlin gelegenen Werks dürfte die Kontrollbesuche jedoch auch für Beunruhigung sorgen. Musk entlässt bei der Gelegenheit nämlich auch in Ungnade gefallene Manager.

Den Anfang machte der Projektleiter

Erst im vergangenen Herbst hatte er Evan Horetsky, den Projektleiter des Werks, höchstpersönlich gefeuert. Grund hierfür waren vor allem die zahlreich aufgetretenen Probleme und die dadurch verursachten Verzögerungen beim Bau. Mitunter auch deshalb musste der Autobauer den Produktionsstart in seinem europäischen Werk um ein halbes Jahr auf Januar 2022 verschieben. Berichten zufolge war Horetsky dem hohen Druck nicht gewachsen. Business Insider hatte damals berichtet.

Marcel Jost kam von Daimler

Nach Informationen der Automobilwoche wurde bei der letzten Stippvisite Mitte Mai erneut ein Verantwortlicher entlassen. Diesmal soll es Marcel Jost erwischt haben. Der Montageleiter des Werks war erst im März vergangenen Jahres von Daimler zu Tesla gewechselt und hatte in Grünheide anfangs den Posten des Senior Quality Managers inne. Wer seine Nachfolge antritt, ist derzeit noch nicht bekannt. Bei Daimler war Jost zuletzt "Head of Safety and Enviromental Managment".

Ein großer Teil der Ingenieure und Entwickler in Grünheide waren zuvor für den Stuttgarter Autobauer tätig. Unweit von der neuen Fabrik entfernt liegt nämlich das brandenburgische Daimler-Werk Ludwigsfelde. Zudem baut der schwäbische Konzern derzeit weltweit 10.000 Stellen ab, und zahlt dabei teilweise üppige Abfindungen aus. Da kommt die Einstellungsoffensive des US-Autobauers vielen Betroffenen natürlich gelegen.