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Super-Nanny mit ungewöhnlichen Fähigkeiten gesucht

Füttern, spielen, Spaß haben? Was sich eine Familie aus London von der künftigen Nanny wünscht, geht weit darüber hinaus. (Bild: ddp)

Eine Familie aus London sucht derzeit ein Kindermädchen, das ein luxuriöses Jetset-Leben mit ihr teilen soll. Wer die Bedingungen liest, ist sich aber plötzlich gar nicht mehr so sicher, ob das wirklich erstrebenswert ist.

Dass der Beruf von Lehrern und Erziehern unterdessen kein Zuckerschlecken mehr ist, das zeigt im Zweifelsfall nicht nur die eigene Erfahrung, sondern auch ein Blick auf die unbeliebtesten Berufe in Deutschland. Beide schaffen es hier in die Top-Ten, wie das Statistik-Portal Statista berichtet. Zu unverschämt sind oftmals die kleinen Quälgeister, zu anspruchsvoll dagegen die Eltern, wenn es um die Fähigkeiten des Personals geht.

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Letzteres wird von einer Familie aus London derzeit auf ein ganz neues Level gehoben. In einer aktuellen Stellenanzeige, die auf dem Vermittlungsportal „Childcare“ veröffentlicht wurde, suchen Mama und Papa eine Nanny, die auf ihre vier Kinder im Alter zwischen vier und 15 Jahren aufpassen soll. Der erste Teil dieser Annonce lässt sogar diesen Knochenjob wie einen Sechser im Lotto anmuten: Die Familie bietet mietfreies Wohnen in Luxusvillen in den vier Wohnsitzen Barbados, London, Kapstadt und Atlanta an – das Jahresgehalt wird mit über 100.000 Euro beziffert. Als Dienstauto stehen der Nanny wahlweise ein Range Rover, ein Porsche oder ein Maserati zur Verfügung und auch von den Kochkünsten des hauseigenen Michelin-Sternekochs darf sie sich selbst überzeugen.

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Doch dann folgt auch schon das große ABER: Selbstverständlich sollen die reichen Kids nicht von irgendwem betreut werden. Der akademische Titel in Kinderpsychologie ist natürlich Pflicht – die Berufserfahrung von 15 Jahren ebenso. Ein Aus-Kriterium sind dagegen eigene Kinder, ganz egal, wie alt sie sind. Wo kämen Mama und Papa denn hin, wenn sie der Nanny nicht ständig vorhalten könnten, dass sie ja keine Ahnung habe, wie schwer es heutzutage ist, Eltern zu sein?

Zudem stünde ein Privatleben ja auch den Arbeitszeiten im Wege, die von 7 Uhr morgens bis 20 Uhr abends angegeben sind – sechs Tage pro Woche, versteht sich. Ob die Flüge zu den verschiedenen Wohnsitzen, die bis zu dreimal pro Woche nötig sind, als Arbeitszeit oder Privatvergnügen zählen, wird nicht beschrieben.

Nicht verhandelbar ist die Weiterbildung in Selbstverteidigung, die immerhin bezahlt wird. Genauso wenig wie der Genuss von Alkohol, der auch an freien Tagen mit einer fristlosen Kündigung bestraft wird.

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