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Studie: Hälfte der Bürger wünscht sich Impfung vom Arbeitgeber und will digitales Impfzertifikat nutzen

·Lesedauer: 2 Min.
Corona-Impfung.
Corona-Impfung.

Die Impfkampagne der Bundesregierung nimmt an Fahrt auf - und der Reisehunger der Bundesbürger gleich mit. Ein Impfzertifikat soll nun die Reisefreiheit in der EU ermöglichen. Rund die Hälfte aller Deutschen wollen das Zertifikat nutzen, 72 Prozent sind sogar der Meinung, dass das die digitale Bescheinigung zu spät komme. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervor, an der 1.005 Menschen teilgenommen haben.

„Die Befürchtungen vieler Menschen, die nun ihren Sommerurlaub planen, sind berechtigt. Während etwa in Frankreich, Dänemark oder dem kleinen Litauen Impfungen bereits digital erfasst werden, werden bei uns weiterhin Aufkleber in Impfausweise geklebt“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Dass die Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Verwaltung so lange verschlafen wurde, fällt den Menschen in Deutschland in der Pandemie auf die Füße – bei der Unterbrechung von Infektionsketten, beim Impfmanagement und jetzt beim digitalen Impfzertifikat.“

Mehr als jeder zweite Berufstätige für Impfung durch Arbeitgeber

Dass bereits Geimpfte ihr digitales Impfzertifikat nachträglich über den Hausarzt, ihr Impfzentrum, in der Apotheke oder per Post ausgestellt bekommen sollen, zeige erneut, dass zu wenig digital gedacht werde. „Es ist völlig unverständlich, warum Geimpfte ihr Zertifikat nicht auch über einen digitalen Weg erhalten sollen - etwa über ein Online-Portal, bei dem anhand von Chargenummer, Name, Geburtsdatum und Impfdatum das Zertifikat beantragt werden kann“, so Berg.

Es ist aber nicht nur das Impfzertifikat. 55 Prozent aller Berufstätigen wünschen sich laut der Bitkom-Umfrage, dass ihre Arbeitgeber Impfungen anbieten. 90 Prozent der Menschen in Deutschland sind insgesamt der Meinung, Unternehmen und Betriebe müssten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen. So plädieren auch 86 Prozent dafür, dass die Belegschaft verpflichtet werden sollte, Schnelltests am Arbeitsplatz durchzuführen. Derzeit gibt es für die Unternehmen lediglich eine Testangebotspflicht – die Nutzung dieser Tests ist jedoch freiwillig. 60 Prozent aller Befragten halten mindestens zwei Corona-Schnelltests pro Woche für erforderlich:

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