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Dieses Startup vermietet Mini-Häuschen auf dem Land – und bekommt Millionen noch vor dem Start

·Lesedauer: 3 Min.
Drei Schulfreunde, drei Gründer: Christopher Eilers, Johann Ahlers und Julian Trautwein (v.l.n.r.).
Drei Schulfreunde, drei Gründer: Christopher Eilers, Johann Ahlers und Julian Trautwein (v.l.n.r.).

Raus aufs Land. Das scheinen sich gerade eine ganze Menge Großstädter zu denken: Eine Ifo-Umfrage unter 18.000 Menschen in urbanen, suburbanen und ruralen Gebieten zeigt, dass knapp 13 Prozent der Befragten aus den deutschen Großstädten planen, diese innerhalb der kommenden zwölf Monate zu verlassen. Dabei handelt es sich laut Studie überproportional häufig um Menschen im jungen und mittleren Alter und um Haushalte mit Kindern.

Auf den Trend, sich vom pulsierenden Großstadtleben zu verabschieden, zumindest vorübergehend, sind auch die Schulfreunde Christopher Eilers, Johann Ahlers und Julian Trautwein aufgesprungen. Vor wenigen Monaten erst haben sie das Hospitality-Startup Raus gegründet. Das vermietet sogenannte Cabins in ländlichen Gegenden, die als Rückzugsort von den ständigen Anforderungen und Reizen des modernen Lebens dienen sollen.

Alles ganz digital

Gemeinsam mit einem Team aus Architekten, Hospitality-Experten, Ingenieuren und Designern will Raus noch dieses Jahr die erste Generation seiner Hütten bauen und buchbar machen. Die minimalistischen Behausungen außerhalb der Stadt sollen dabei vollständig digital nutzbar sein, dank des schlüssellosen Zugangssystems checken Gäste eigenständig ein- und aus. Finden kann man die Unterkünfte über die Webseite von Raus.

„Wir lassen die Cabins nach unserem eigenen Design produzieren und arbeiten mit Landeigentümern, wie Landwirten, Waldbesitzern, Obstbauern, Winzern zusammen, die ungenutzte Grundstücksflächen gegen eine Umsatzbeteiligung zur Verfügung stellen“, erklärt Geschäftsführer Trautwein gegenüber Gründerszene. In der Startup-Welt kennt er sich bestens aus – zuvor war er Pressechef beim Reise-Startup Tourlane und der deutschen Niederlassung von Airbnb. Seine Mitgründer kommen aus dem Immobilienbereich und der Vermögensverwaltung.

Inspirieren lassen haben sich die drei Gründer von mehreren Seiten. Etwa vom eigenen Drang, die Hektik der Großstadt hinter sich zu lassen. Ein bisschen auch vom Trend der Tiny Houses: Alles, was man von einem Tiny House erwartet, finde man auch in den Cabins, erklärt Trautwein weiter. Ganz vergleichbar sei es dann aber doch nicht – wie genau die Raus-Häuschen aussehen werden, möchte er aber noch nicht verraten.

Und nicht zuletzt hätten sich die drei Gründer das US-Startup Getaway angesehen, das auch Cabins vermietet – allerdings wollen sie auf ein anderes Geschäftsmodell setzen und nicht wie das US-Vorbild das Land für die Häuschen auch kaufen. Getaway habe aber bewiesen, dass es einen Markt gebe.

https://www.instagram.com/p/CRHR5h9D8uk/

Noch dieses Jahr sollen die ersten Standorte verfügbar sein

Zusammen mit seinen Mitgründern freut sich Trautwein derzeit über Zuspruch von Investoren, einen siebenstelligen Betrag haben die zur Verfügung gestellt. Die Seed-Runde wird vom europäischen Frühphasen-Investor Speedinvest angeführt, auch die Tourlane-Gründer Julian Stiefel und Julian Weselek sind beteiligt. „Mit dem Geld wollen wir noch dieses Jahr die ersten Standorte eröffnen“, so Trautwein weiter. Konkret soll das frische Kapital in die Produkt- und Technologieentwicklung sowie die Skalierung fließen.

Das angestrebte Wachstum stellt Raus auch vor Herausforderungen, etwa wenn es um das Saubermachen in den Cabins geht. Trautwein und seine Mitstreiter wollen das so lösen: Zum einen können die Landbesitzer diese Aufgabe übernehmen – und dafür eine höhere Umsatzbeteiligung bekommen. Aber auch mit externen Dienstleistern könne das Startup zusammenarbeiten und irgendwann sogar eigene Servicecenter betreiben, so Trautwein. Sein Startup befinde sich noch ganz am Anfang, es gebe also noch viele Antworten zu finden. Vielleicht in einer ruhigen Minute auf dem Land.

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