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Star-VC Bessemer steigt bei Münchener Startup Capmo ein

·Lesedauer: 3 Min.
Das Capmo-Führungsteam: hinter der Couch (v.l.): Roland Schmid (VP Finance), Sebastian Schlecht (CTO), Jonas Minkler (VP Marketing); auf der Couch: Florian Biller (CEO), Maria Maximino (VP People), Phong Lam (VP Sales)
Das Capmo-Führungsteam: hinter der Couch (v.l.): Roland Schmid (VP Finance), Sebastian Schlecht (CTO), Jonas Minkler (VP Marketing); auf der Couch: Florian Biller (CEO), Maria Maximino (VP People), Phong Lam (VP Sales)

Oft wird davon gesprochen, dass der Wettbewerber Stift und Papier sind, oder Excel-Tabellen. Sich das im Baugewerbe vorzustellen, fällt nicht sehr schwer. Das dachte sich auch Florian Biller. „Die Bau- und Immobilienbranche macht zehn Prozent unseres Bruttoinlandproduktes aus, arbeitet aber meistens noch komplett ohne digitale Lösungen“, sagt er im Gespräch mit Gründerszene. Zusammen mit Mitgründer Sebastian Schlecht leitet Biller in München das Startup Capmo. Schon zu Studienzeiten kam ihnen die Idee, Billers Großvater hatte selbst ein kleines Bauunternehmen gegründet, das war für ihn der Berührungspunkt mit der Branche.

Capmp entwickelt eine Software für das Baumanagement. Die existiert in der Cloud, was sie von allen Beteiligten gut einsetzbar machen soll. Davon gibt es im Baugewerbe viele, da oft mit Subunternehmern gearbeitet wird. „Wir wollen die mehr als eine Million kleine und mittelgroße Unternehmen in dem Segment an die Bauorganisation anschließen“, so beschreibt Biller seine Idee. Einsetzbar sei die Software von der ersten Planung bis zum Projektabschluss, richtet sich also auch an Architekten, Ingenieure, Projektentwickler, Generalunternehmer oder Projektbüros und Bauherren. Sie soll Kosten und Zeit sparen – schließlich seien Bauprojekte berüchtigt dafür, bei beidem zu überziehen.

Investor mit besonderer Erfahrung

Derzeit sei die Software seines Unternehmens bei etwa 10.000 Bauprojekten im Einsatz. Das soll sich allerdings ändern, Capmo hat große Wachstumspläne. Und für diese nun Geld bekommen: In einer Serie-B-Finanzierungsrunde bekommen Biller und seine Mitgründer 25,7 Millionen Euro an neuem Kapital. Die Runde wird angeführt vom US-amerikanischen Technologie-Investor Bessemer Venture Partners, der bereits an Unternehmen wie Linkedin oder Shopify beteiligt ist. Die bisherigen Investoren Capnamic Ventures und UVC Partners beteiligten sich ebenfalls an der Runde.

Es ist eines von ganz wenigen Investments, dass der renommierte Valley-VC bislang in Deutschland getätigt hat – Bessemer ist etwa beim N26-Herausforderer Mambu, dem Gastro-Startup Choco, oder dem Luftfracht-Koordinator Cargo One beteiligt. Das Interesse an Capmo dürfte auch bestehen, weil sich der VC bereits in den USA bei einem anderen Bausoftware-Startup engagiert hatte: Dem mit mehr als zehn Milliarden Dollar bewerteten „Decacorn“ Procore, das im Mai an die Börse gebracht wurde und beim IPO rund 550 Millionen Euro aufgenommen hatte. „Ein möglicher Börsengang ist ein schöner Ansporn, aber für uns noch einige Jahre weg. Procore hat gezeigt, dass es ein realistisches Szenario ist.“

In München erhofft man sich deshalb vom neuen Investor nicht nur Geld, sondern auch Unterstützung. Beim Hiring etwa: Capmo soll von derzeit 60 auf rund 200 im nächsten Jahr wachsen. „Bessemer kann uns helfen, die richtigen Positionen mit den passenden Leuten zu besetzen“, so Biller. Und der VC soll auch Software-Fachwissen einbringen. Mit all dem soll Capmo dann über die Grenzen des deutschsprachigen Raums hinaus wachsen, bislang hatten sich Biller und seine Mitgründer auf den DACH-Markt fokussiert. „Nun haben wir die besten Voraussetzungen, unsere Rolle als führender All-in-One-Anbieter für Bauprojektmanagement auch in anderen Ländern Europas auszubauen.”

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