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Sprengung von Trump-Kasino wird doch nicht versteigert

·Lesedauer: 1 Min.

ATLANTIC CITY (dpa-AFX) - Der US-Glückspielhochburg Atlantic City hat Donald Trump lange vor seiner Präsidentschaft gleich mehrere Pleite-Kasinos hinterlassen. Eines davon verfällt seit Jahren am berühmten Boardwalk und soll nun endlich verschwinden. Das brachte die Stadt im US-Bundesstaat New Jersey im Dezember auf die Idee, die Sprengung des Trump Plaza zugunsten wohltätiger Zwecke zu versteigern. Doch daraus wird nun doch nichts. Das zuständige Auktionshaus Bodnars musste das von Bürgermeister Marty Small initiierte Wettbieten um den Knopfdruck am Dienstag schweren Herzens einstellen.

"Wir sind extrem betrübt, die Auktion beenden zu müssen", teilte das Unternehmen mit. Das höchste Gebot habe bereits bei 175 000 Dollar gelegen. In einer Zeit, in der Geld für Jugendarbeit dringend benötigt werde, hätten die Mittel dem Boys and Girls Club of Atlantic City - an den der Erlös hätte gehen sollen - sehr geholfen. Die Aktion scheiterte laut Bodnars an Trump-Freund und Kasinobesitzer Carl Icahn. US-Medien zufolge soll der umstrittene US-Milliardär hinterher aber angeboten haben, die Spende selbst zu übernehmen. Er hatte angeblich Sicherheitsbedenken gegen die Sprengung gehabt.

Trump selbst hatte sich 2009 nach vier Insolvenzanträgen für Firmen aus seinem früheren Kasino-Imperium weitgehend aus Atlantic City zurückgezogen, allerdings prangte sein Name auch danach noch an einigen der in die Jahre gekommenen Protzbauten. Die letzten Anteile an der Kasino-Gesellschaft Trump Entertainment Resorts gab der scheidende US-Präsident im März 2016 im Zuge einer Umstrukturierung ab. Der mit ihm befreundete New Yorker Hedgefonds-Investor Icahn übernahm die Kontrolle, doch auch unter ihm hatte das Trump Plaza keine Zukunft mehr. Beseitigen will Atlantic Citys Bürgermeister Small das heruntergekommene Gebäude auch ohne Versteigerung.