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Spaniens Banken werden faule Kredite langsam los

Die Last der faulen Kredite auf Spaniens Banken ist im Dezember erstmals seit 17 Monaten geringer geworden. Der Anteil der Darlehen mit hohem Ausfallsrisiko sei im Verhältnis zu sämtlichen Krediten auf 10,44 Prozent gesunken, teilte die spanische Zentralbank mit. Im November hatte die Quote mit 11,38 Prozent Rekordhöhe erreicht.

Die Summe der Kredite, die möglicherweise nicht zurückgezahlt werden, lag im Dezember demnach bei 166,45 Milliarden Euro. Es handelt es sich dabei vor allem um Immobiliendarlehen.

Die verbesserte Lage der Banken geht auf die Einrichtung einer so genannten Bad Bank durch den spanischen Staat zurück. Die Institution übernimmt nach und nach faule Kredite der Geldhäuser und verkauft sie an Investoren. Vier besonders stark betroffene Banken übertrugen am 31. Dezember 2012 ihre problematischen Darlehen an die Bad Bank.

Die spanischen Banken hatten jahrelang großzügig Kredite vor allem für den Bau von Wohnungen und Büroräumen vergeben. In der Finanzkrise 2008 platzte die Immobilienblase. Für die Rettung des Finanzsektors vereinbarte Spanien mit der EU im Sommer 2012 ein Hilfsprogramm von bis zu 100 Milliarden Euro. Die Einrichtung der Bad Bank gehörte zu den Bedingungen der europäischen Unterstützung.