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Sono Motors sieht Zukunft – zumindest für ein Jahr

 - Copyright: Sono Motors
- Copyright: Sono Motors

Aktuell steht das Münchener Solar-Startup Sono Motors vor großen Herausforderungen. Dies ist vor allem auf anhaltende Verluste und die Einstellung des Solarautos zurückzuführen, weshalb sich das Unternehmen seit Februar 2023 neu als Zulieferer für Solarpanels positionieren will. Trotz erheblicher Zweifel der Wirtschaftsprüfer an der Fortführung des Startups macht Sono Motors weiter. Die Firma steht nun vor einem Wendepunkt – zumindest für das kommende Jahr.

Sono Motors hat am Montag Investitionsvereinbarungen mit der US-Investmentfirma Yorkville Advisors Global bekannt gegeben. Das Kapital stammt aus dem Fonds YA II PN. Diese Vereinbarungen würden dem Startup nun ermöglichen, das seit Mai 2023 laufende Eigenverwaltungsverfahren zu beenden und eine ausreichende Finanzierung bis mindestens Ende 2024 zu sichern, so die Firma. Die Höhe der Investitionssumme ist unbekannt.

Im März hatte „Capital“ berichtet, dass laut einer Pflichtmitteilung des Startups an die US-Börsenaufsicht SEC dem Unternehmen die Zahlungsunfähigkeit drohen würde. Neben Verlusten sei auch die Ungewissheit über weitere Finanzierungsrunden ein Grund für die drohende Insolvenz. „Daher besteht ein wesentliches Risiko, dass wir als Unternehmen nicht mehr weiter existieren und insolvent werden könnten“, hieß es in dem Bericht. Geprüft habe die Geschäftsberichte der Wirtschaftsprüfer PwC.

Das Vorzeigeprojekt des Unternehmens war einst das Solarauto Sion. Ende vergangenen Jahres versuchte Sono Motors von der Community 100 Millionen Euro durch Vorbestellungen des Autos einzusammeln. Insgesamt kamen allerdings nur rund die Hälfte des anvisierten Kapitals zusammen, trotz einer erneuten Verlängerung der Crowdfunding-Kampagne. Als Konsequenz gab die Firma im Februar bekannt, dass die Entwicklung des Autos eingestellt werden würde.

Mit dem Abschluss der Investitionsvereinbarungen konnte Sono Motors eine positive Wende einleiten. Laut einer Mitteilung des Startups konnten allen Mitarbeitenden, die Ende Oktober entlassen wurden, eine Wiederbeschäftigung angeboten werden.

Jan Schiermeister, Head of Technology bei Sono Motors, sieht in der aktuellen Situation eine Chance für einen Neustart. „Die letzten Monate waren für alle bei Sono Motors anstrengend, aber gleichzeitig auch unglaublich lehrreich“, sagt er. „Jetzt ist es an der Zeit, das Gelernte in Erfolg umzuwandeln.“ Die Umstrukturierung gehe mit einer kompletten Überarbeitung des Managements einher, wobei Schiermeister eine Schlüsselrolle in der zukünftigen Unternehmensführung spielen werde.

Die Markteinführung des Solar Bus Kits, einer Solarnachrüstlösung für Busse, ist nun das zentrale Ziel von Sono Motors. Das Unternehmen plant mit den neuen Finanzmitteln, seine Solarintegrationstechnologie weiterzuentwickeln und zu vermarkten.