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Software-Spezialist Suse startet an der Börse: Der erste milliardenschwere Börsengang in Deutschland, der von einer Frau angeführt wird

·Lesedauer: 2 Min.
CEO Melissa Di Donato
CEO Melissa Di Donato

Suse, der Linux-Softwareanbieter aus Nürnberg, ist am Mittwoch an die Frankfurter Börse gegangen. Der Ausgabepreis war zuvor auf 30 Euro pro Aktie festgelegt worden. Insgesamt sollen 37,3 Millionen Aktien ausgegeben werden, entsprechend dürfte das Emissionsvolumen bei gut 1,1 Milliarden Euro liegen. Bewertet wurde das Unternehmen mit gut fünf Milliarden Euro.

Geführt wird das Unternehmen von der 47-jährigen US-Amerikanerin Melissa Di Donato. Die "FAZ" beschrieb sie kürzlich als "Ausnahmeerscheinung in der Managerkaste: offensiv blond, offensiv feministisch". 2019 kam sie vom Dax-Konzern SAP zu Suse. Als weibliche Managerin ist sie die erste Frau in Deutschland, die ein Milliardenunternehmen an die Börse gebracht hat.

Der Start in Frankfurt verlief zunächst holprig: Der erste Kurs der Papiere lag mit 29,50 Euro unter dem Angebotspreis von 30 Euro und fiel danach bis knapp an die 28-Euro-Marke. In der Folgezeit erholten sich die Aktien von Suse aber bis auf zuletzt 30,15 Euro. Die ursprüngliche Preisspanne beim Börsengang hatte bei 29 bis 34 Euro gelegen.

"Wichtiger strategischer Meilenstein"

Melissa Di Donato, CEO von Suse, sagte am Montag, der Börsengang sei ein "wichtiger strategischer Meilenstein". Er gebe "langfristige finanzielle und strategische Handlungsfreiheit und ermöglicht es uns, weiterhin unsere organischen und anorganischen Wachstumsziele zu verfolgen“. Das Unternehmen selbst erhalte aus dem Börsengang 549 Millionen Euro, wie das "Handelsblatt" berichtete. Es solle für den Abbau der rund 1,2 Milliarden Euro hohen Verschuldung genutzt werden. Der schwedische Investor EQT erhalte demnach rund 570 Millionen Euro und halte auch nach dem Börsengang gut 75 Prozent der Aktien.

Suse ist in diesem Jahr das dritte Unternehmen, das in Frankfurt an die Börse geht und mehr als eine Milliarde Euro einsammelt. Zuvor waren der Gebrauchtwagenhändler Auto1 im Januar (1,8 Milliarden Euro) und die Vodafone-Tochter Vantage Towers im März (2,3 Milliarden Euro) an die Börse gegangen.

Das Unternehmen wächst, ist aber noch nicht profitabel, wie das "Handelsblatt" berichtete. So verzeichnete Suse im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 466 Millionen Dollar - ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund hoher Kosten stand am Ende jedoch ein Verlust in Höhe von 52 Millionen Dollar.

Mit Material von DPA

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