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Siemens lässt sich bei Zuggeschäft mehr Zeit

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Technologiekonzern Siemens <DE0007236101> lässt sich bei der strategischen Überprüfung seiner Zugsparte Mobility mehr Zeit. Die Ergebnisse will Siemens nun zum vierten Geschäftsquartal (per Ende September) veröffentlichen, erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Roland Busch am Freitag in München. Ursprünglich war dies zum zweiten Quartal geplant. Dabei sieht er Siemens nicht unter Zeitdruck. Das Geschäft trotze der Corona-Krise. Dabei bezeichnete er die Sparte als "integralen Bestandteil" von Siemens.

"Die Konsolidierung am Markt beobachten wir sehr aufmerksam", sagte Busch mit Blick auf die Fusionspläne von Alstom <FR0010220475> mit Bombardier <CA0977512007>. Siemens werde das Portfolio "selektiv verstärken, immer wenn sich Gelegenheiten ergeben". Siemens hatte das Zuggeschäft eigentlich mit dem französischen Konkurrenten Alstom fusionieren und an die Börse bringen wollen, scheiterte aber an der europäischen Wettbewerbsbehörde. Seitdem wird immer auch mal wieder über einen Börsengang von Mobility spekuliert.