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Sell in May? Die blöde Idee, die mich 610 Euro kosten würde

Ein hoher Stapel Geldmünzen vor einer tickenden Uhr repräsentiert Sparen und Sparsamkeit
Ein hoher Stapel Geldmünzen vor einer tickenden Uhr repräsentiert Sparen und Sparsamkeit

Sell in May and go away. Das ist eine Börsenweisheit, die sich hartnäckig hält. Hintergrund ist eine Börsenstatistik, wonach der Zeitraum zwischen Mai und September besonders schlecht sein soll. Oder zumindest mit Blick auf die Gesamtrendite nicht mit den übrigen Monaten mithalten kann.

Die Statistik wird mit Sicherheit nicht lügen. Nicht jedes Jahr ist gleich, keine Frage. Aber ein durchwachsener Zeitraum von vier Monaten könnte schlecht für’s Portfolio sein. So zumindest die Theorie.

Deshalb sagen einige Medien stets: Sell in May and go away. Aber ich finde, dass das eine ziemlich blöde Idee ist. Der erste Grund ist relativ simpel: Es würde mich 610 Euro kosten.

Sell in May: Eine teure Handlungsweise

In einem anderen Artikel habe ich bereits darüber geschrieben, dass ich zur Zeit 61 verschiedene Aktien im Depot habe. Kleiner Spoiler: Das hat sich nicht verändert. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass mich ein vollständiger Verkauf meines Portfolios und mit ca. 10 Euro Handelsgebühren, Spread oder was auch immer ca. 610 Euro kosten würde.

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Doch wäre das noch nicht einmal alles. Wenn ich den „Sell in May“-Part beachten würde, müsste ich auch den zweiten Teil im Hinterkopf behalten: Remember to come back in September. Oder, zu deutsch: Denk’ dran im September an die Börsen zurückzukehren. Wenn ich erneut die 61 Aktien kaufen würde, so müsste ich erneut 610 Euro Handelsgebühren in die Hand nehmen. Eine gute Idee?

Hm. Ich glaube, tendenziell eher nicht. Vor allem, wenn ich das ganze langfristig durchdenke. Es wären nicht nur ca. 1.220 Euro im Jahr 2024. Würde ich dieses Schema über zehn Jahre anwenden, so müsste ich 12.200 Euro alleine für Handelsgebühren ausgeben. Das ist mir das gute, alte Börsensprichwort Sell in May einfach nicht wert.

Die Opportunitätskosten: Wohin mit dem Geld?

Zumal ich bislang noch keine gute Antwort auf die Frage erhalten habe, wohin ich mit dem Geld hin soll. Auf die hohe Kante? Das liefert jedenfalls garantiert keine Rendite. Wer aus dem Börsenspiel ist, der kann schließlich kaum etwas erwarten. Tages- oder Festgeld? Ja, möglich. Durchaus denkbar in der jetzigen Zeit. Wenn ich jedoch bedenke, dass der Aktienmarkt langfristig ca. 8 % pro Jahr an Rendite einbringt, ich bei einem Dritteljahr vielleicht 1 % an Zinsen erhalten kann, dann glaube ich, dass auch das den Aufwand nicht wert ist. Zumal die Handelsgebühren ja bleiben.

Sell in May ist daher gewiss nicht mein Ansatz. Ich habe meine Aktien gekauft, weil ich der Überzeugung bin, dass es gute Unternehmen sind. Aktien wie die von Realty Income zahlen mir außerdem eine monatliche Dividende. Das heißt: Es ist auch ein Teil einer Rendite, der mir entgehen würde. Auch das wären Opportunitätskosten, die ich nicht bereit bin, zu tragen.

Deswegen verkaufe ich nicht im Mai. Ich kehre auch nicht zum September zurück, weil ich niemals aus dem Aktienmarkt heraus gewesen bin. Die Kosten sind mir einfach zu hoch. Sowie auch der Aufwand und die Opportunitätskosten. Und was ist mit dir? Zumindest solltest du dir auch einmal überlegen, was „Sell in May“ für dich alleine kostenseitig bedeuten würde. Vermutlich ist auch das nicht wenig und ein erheblicher Teil deiner Rendite.

Der Artikel Sell in May? Die blöde Idee, die mich 610 Euro kosten würde ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Vincent besitzt Aktien von Realty Income. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Realty Income.

Aktienwelt360 2024