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Seehofer verteidigt föderale Struktur im Katastrophenschutz

·Lesedauer: 1 Min.

EUSKIRCHEN (dpa-AFX) - Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat die föderale Struktur im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz verteidigt. Im Hochwasser-Krisengebiet in Euskirchen sagte er am Montag, es wäre unvorstellbar, dass die Arbeit in einer solchen Katastrophe zentral von irgendeinem Ort aus geleistet werden könne. "Zentralismus verbessert hier gar nichts", sagte er. Unter anderem seien Ortskenntnisse notwendig. In den Hochwassergebieten seien etwa 2700 Helfer des Technischen Hilfswerks sowie weitere 800 Bundespolizisten im Einsatz.

Seehofer sagte, nach Realisierung der Hilfen werde in einem weiteren Schritt darüber zu reden sein, wo Verbesserungen möglich seien und wo die Zusammenarbeit enger gestaltet werden könne.

Auf Kritik, dass die Bevölkerung nicht früh genug gewarnt worden sei, sagte Seehofer unter Verweis auf das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, dass die Meldewege, soweit der Bund zuständig sei, funktioniert hätten. Manches, was jetzt zu hören sei, müsse er einer "billigen Wahlkampf-Rhetorik" zuordnen.

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