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Sechs Dinge, die ihr in einer Rezession nicht kaufen solltet

Während der Rezession solltet ihr euch einen Sparplan erstellen. - Copyright: getty images
Während der Rezession solltet ihr euch einen Sparplan erstellen. - Copyright: getty images

Angesichts einer drohenden Rezession und hohen Zinssätzen, ist es wichtig, dass ihr auf eure Ausgaben achtet. Denn eine Rezession kann eure Finanzen erheblich beeinträchtigen. Die Vorbereitung eurer Ausgaben, die Aufstellung eines Budgets und die Beschränkung eurer Kosten auf ein Minimum können euch helfen, den wirtschaftlichen Abschwung zu überstehen.

An erster Stelle der finanziellen Maßnahmen steht, dass ihr größere Anschaffungen erstmal aufschieben solltet. Welche Sachen ihr in einer Rezession nicht unbedingt kaufen solltet, erfahrt ihr hier:

Ein neues Haus

Während einer Rezession werden Häuser aufgrund der sinkenden Nachfrage tendenziell billiger: Die Menschen neigen dazu, in wirtschaftlich unsicheren Zeiten vor einer großen Anschaffung zurückzuschrecken. Dadurch fallen die Preise, um so Käufer anzulocken. Obwohl man in der Regel einen Arbeitsplatz und finanzielle Sicherheit braucht, um ein Haus zu kaufen, macht dies einen Kauf dieser Größenordnung nicht rezessionssicher.

Dies gilt auch für die Umfinanzierung einer Hypothek. Es mag verlockend sein, eine Cash-out-Refinanzierung zu nutzen, um Schulden abzubauen, aber wenn ihr euch in einer finanziellen Notlage befindet oder euren Arbeitsplatz verlieren könntet, solltet ihr eure Wohnkosten nicht erhöhen.

Ein neues Auto

Ein schickes, neues Auto zu Rezessionspreisen mag eine gute Idee sein, aber es ist nur eine schicke, neue monatliche Rechnung. Ihr solltet euch in einer Zeit der finanziellen Unsicherheit lieber nicht zu einer Zahlung für ein Auto verpflichten oder euer Bargeld aufbrauchen.

Außerdem gehen mit dem Auto noch weitere Kosten einher, angefangen bei den Raten bis hin zu Steuern, Sprit und Versicherung. Wenn euer derzeitiges Auto noch in Ordnung ist oder ihr bisher kein Auto gebraucht habt, solltet ihr das erst einmal so beibehalten.

Überflüssige Lebensmittel

Viele Verbraucher tätigen Impulskäufe, doch es ist viel sinnvoller, mit einem Plan einkaufen zu gehen. Plant eure Mahlzeiten vor, sucht Rezepte mit den nötigen Lebensmitteln und kauft entsprechend ein. Überlegt euch auch, welches Gericht ihr am nächsten Tag mit den übriggebliebenen Lebensmitteln kochen könnt.

Wenn ihr unüberlegt einkaufen geht, kauft ihr womöglich viel zu viel und verschwendet damit Lebensmittel und Geld. Und: Geht am besten nicht hungrig einkaufen. So vermeidet ihr weitere Impulskäufe.

Alles, was eine langfristige Finanzierung erfordert

Häuser und Autos sind vielleicht die ersten Dinge, die einem in den Sinn kommen, aber es gibt noch eine Menge anderer Anschaffungen, die sich viele ohne Finanzierung nicht leisten können: zum Beispiel Hausrenovierungen, Möbel, Computer oder Fernseher. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür, es sei denn, es ist absolut notwendig.

Wahrscheinlich werden Händler entsprechende Angebote machen, um Kunden anzulocken, aber gerade ist einfach kein guter Zeitpunkt, um sich zu laufenden Zahlungen zu verpflichten oder das gesparte Geld auszugeben. Bargeld auf der Bank ist in einer Rezession besser als jedes Schnäppchen.

Zusätzliche Streaming-Services

Auch wenn Streaming-Dienste günstige Angebote haben, solltet ihr genau auf eure Ausgaben achten. Ist es wirklich nötig, ein Abo bei Netflix, Prime, AppleTV, Disney+ und Wow zu haben? Überlegt, welchen Streamingdienst ihr wirklich braucht und wo ihr sowieso kaum Serien oder Filme guckt. So könnt ihr ganz einfach jeden Monat Geld sparen.

Mitgliedschaften, Essenslieferungen und Abonnements

Wofür gebt ihr jeden Monat Geld aus, obwohl ihr es eigentlich gar nicht braucht? Eine der wohl größten Geldverschwendungen sind unnötige Mitgliedschaften und Abonnements. Oft werden ein paar Euros jeden Monat still und leise abgebucht, ohne dass ihr es vielleicht merkt. Werft einen Blick auf eure Kontoauszüge und prüft, welche Mitgliedschaften ihr nicht unbedingt braucht.

Die Kochbox oder der Essenslieferdienst, den ihr eigentlich schon lange kündigen wolltet? Die Zeitschrift, die ihr zwar nach Hause geliefert bekommt, aber am Ende doch immer wieder ungelesen auf dem Wohnzimmertisch landet? Überlegt, welche Dinge für euch finanziell sinnvoll sind und kündigt sie, wenn sie es nicht sind.

Während einer Rezession ist es wichtig, auf eure Ausgaben zu achten und sich vor unnötig teuren Anschaffungen zu hüten. Legt euch lieber jeden Monat ein bisschen Geld zur Seite. Bei einem wirtschaftlichen Aufschwung könnt ihr das gesparte Geld dann ja immer noch ausgeben.

Dieser Text wurde von Hendrikje Rudnick aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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