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Schulze rügt Frankreich wegen längeren Laufzeiten für Alt-AKW

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Bundesumweltministerin Svenja Schulze kritisiert Frankreich für die Verlängerung der Laufzeiten seiner ältesten Atomkraftwerke. Dies sei ein falscher Weg, sagte die SPD-Politikerin der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch). Zwar respektiere sie den Grundsatz nationaler Energiesouveränität, "doch bereitet mir die zunehmende AKW-Überalterung in Europa große Sorge". "Ich erwarte von Frankreich jetzt umfassende grenzüberschreitende Beteiligungsmöglichkeiten für Nachbarstaaten und alle Interessierten auch im Ausland", fügte Schulze hinzu.

Frankreichs Atomaufsicht hatte Ende Februar den Weg für den Weiterbetrieb von Frankreichs ältesten Atomkraftwerken geebnet. Es geht um Meiler, die hauptsächlich in den 1980er Jahren in Betrieb gingen. Sie haben teilweise bereits eine Betriebslaufzeit von 40 Jahren erreicht und sollen nun 50 Jahre laufen können.

Den deutschen Atomausstieg als Konsequenz aus der Reaktorkatastrophe von Fukushima vor zehn Jahren bezeichnete Schulze als "historischen Durchbruch in mehrfacher Hinsicht". "Zuvor hatte die Atomkraft unser Land jahrzehntelang gespalten, die Energiewende blockiert und eine tragfähige Lösung für das Atommüllproblem verhindert", sagte die Ministerin. Der Atomausstieg von 2011 habe gesellschaftlichen Frieden gebracht sowie den Weg freigemacht für Wind- und Sonnenstrom und den gemeinsamen Neustart der Endlagersuche. Bei der Lösung des Atommüllproblems sei Deutschland seitdem enorm vorangekommen und bereits weiter als viele andere Länder mit Atomkraftwerken.

"Fukushima war der traurige Beweis, dass Atomkraft auch in einem Hightech-Land wie Japan unbeherrschbar ist", mahnte Schulze weiter. Zum Glück gebe es heute mit den Erneuerbaren Energien billigere und ungefährlichere Alternativen.