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Zwei Tote nach Schüssen im Mercedes-Werk in Sindelfingen: Mitarbeiter eines Zulieferers waren in Schießerei involviert

Nach den Schüssen im Werk sind zwei Personen gestorben.  - Copyright: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
Nach den Schüssen im Werk sind zwei Personen gestorben. - Copyright: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Im Mercedes-Werk in Sindelfingen sind am Donnerstagmorgen Schüsse gefallen. Es gibt zwei Tote, berichtet die Polizei Ludwigsburg. Zuvor wurde von einem Toten und einem Schwerverletzten berichtet. Der Schwerverletzte sei demnach im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben. Es soll sich um zwei 44-jährige Männer handeln, wie die Polizei in einer Pressmitteilung schreibt. Weitere Verletzte gebe es nicht.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen betrat ein 53 Jahre alter Mann gegen 07:45 Uhr die Halle und schoss auf zwei Personen. Mitarbeitende des Werksschutzes setzten den Tatverdächtigen in der Halle fest und übergaben ihn an die Polizei, die ihn widerstandslos vorläufig festnahm, heißt es in der Pressemitteilung. Der Verdächtige soll noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit.

Recherchen von Business Insider zeigen, dass Mitarbeiter eines Zulieferers aus der Logistik in die Schießerei involviert waren. Mercedes-Mitarbeiter waren nicht beteiligt.

Die Schüsse fielen demnach im Werk 56, wie Mitarbeiter der "Bild" berichten. Dort wird die Mercedes S-Klasse angefertigt. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde ebenfalls sichergestellt, wie ein Pressesprecher der zuständigen Polizei Ludwigsburg sagt. Er habe keine Informationen, um was für eine Waffe genau es sich handelt.

Hintergründe unklar

Die Motivlage ist Bestandteil der derzeit noch laufenden Ermittlungen. Einen Amokalarm schlossen die Beamten auf Twitter aus. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft geht von einem Einzeltäter aus. Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit einem Großaufgebot vor Ort, der Einsatz laufe noch. Das gesamte Werksgelände wurde überprüft und ist gesichert. Es bestand und besteht keine Gefahr für die Bevölkerung, so die Polizei.

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Sindelfingen liegt bei Stuttgart im Kreis Böblingen. Das Werk ist das größte des deutschen Autoherstellers. Rund 35.000 Angestellte arbeiten an dem Standort.

Mitarbeiter nach Hause geschickt

Mercedes-Benz hat sich bestürzt gezeigt. Die tragischen Nachrichten aus Sindelfingen haben uns zutiefst geschockt, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Kolleginnen und Kollegen vor Ort."

Die Mitarbeiter in der betroffenen Halle haben den Angaben nach das Werksgelände nach den Schüssen am Donnerstagmorgen verlassen. "Also momentan läuft das Band nicht wie normal weiter", sagte der Sprecher. Wann die Halle wieder freigegeben und dort weiter produziert werden könne, sei noch in Klärung. Auch wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Hause geschickt wurden, war zunächst unklar.

Bereits im Februar 2022 hatte ein Autofahrer mit einem Kleinbus eine Schranke des Werks durchbrochen und Gas gegeben. Ein Bordstein und eine Verkehrsinsel beendeten die Raserei, der damals 61-Jährige wollte zu Fuß fliehen. Dutzende Polizisten riegelten daraufhin das Werksgelände ab und stoppten den Verdächtigen. Der Mann bedrohte die Beamten nach eigenen Angaben mit einem Klappmesser, bis ein Polizist den 61-Jährigen mit einem Schuss am Bein verletzte. Laut den Ermittlern kam der Mann damals in eine psychiatrische Einrichtung.

Mit Material der dpa/kh