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SAP: Compliance-Affären und Frust über Führungsstil von CEO Klein sollen beim Softwareriesen für schlechte Stimmung sorgen

Christian Klein, SAP Vorstandssprecher (CEO). - Copyright: picture alliance/dpa/dpa - Pool | Uli Deck
Christian Klein, SAP Vorstandssprecher (CEO). - Copyright: picture alliance/dpa/dpa - Pool | Uli Deck

Bei SAP herrscht dicke Luft. Auslöser soll kein Geringerer sein als der Vorstandsvorsitzende Christian Klein. Demnach herrscht bei SAP der Eindruck vor, dass man es nur noch oben schaffe, wenn man bestimmten „Zirkeln angehören würde“.

Klein soll in internen Runden eingeräumt haben, dass er bei der Personalpolitik nicht immer auf Diversität und Inklusion geachtet habe, berichtet das „Manager Magazin“. Nicht aus schlechter Absicht, "aber man sucht sich die Leute aus, die man kennt", soll er in der Runde gesagt haben. Den Eindruck verstärkt SAP-Patriarch und Aufsichtsratschef Hasso Plattner, der als Förderer von Klein und Technik-Vorstand Jürgen Müller gilt.

Der Konzern entgegnet auf Anfrage des „Manager Magazins“, dass laut einer Mitarbeiterumfrage 92 Prozent der Angestellten der Aussage zustimmen würden, dass in „ihrem Team“ alle gleiche Chancen hätten.

Zu der Amigo-Kultur sollen sich auch Compliance-Affären gesellen. Demnach soll laut „Manager Magazin“ ein Vorstandsmitglied eine Liebesbeziehung zu einer indirekt unterstellten Mitarbeiterin unterhalten. Das ist nach SAP-Regeln allerdings nicht zulässig. Demnach seien „weder direkte noch indirekte disziplinarische Berichtswege zwischen Familienangehörigen und sich persönlich nahestehenden Personen zulässig“, zitiert das "Manager Magazin" aus dem Regelwerk des Softwareriesen. SAP dementiert die Liebesbeziehung auf Anfrage des Hamburger Magazins. Entsprechende Behauptungen seien „völlig falsch und unbegründet“.

Ambitionierte Führungskräfte soll auch eine fehlende Vision für den Konzern stören. Demnach gebe es keine klar erkennbare Strategie und Idee, wie sich die Software-Firma weiterentwickeln und verändern wolle, um weiter gegen Wettbewerber wie Oracle antreten zu können, sagen SAP-Manager dem „Manager Magazin“. Die Unternehmensvision ist originärer Job des CEOs, also Kleins Aufgabe. Dieser soll sich laut "Manager Magazin" allerdings eher in Mikromanagement verheddern. Spät nachts soll sich der 42-Jährige in abgesegnete Word-Dokumente einloggen, Änderungen vornehmen und später noch einmal Details ausdiskutieren wollen. Oder etwa bei Bonuszahlungen von Mitarbeitern in Südafrika mitreden wollen.

PK

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