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Sanktionierte Oligarchen müssen mehr Zeit mit ihren Frauen verbringen – und sind genervt

Die Yachten vieler Oligarchen wurden beschlagnahmt, so wie hier die "Dilbar" von Alischer Usmanow. - Copyright:  picture alliance / AA | Sabri Kesen
Die Yachten vieler Oligarchen wurden beschlagnahmt, so wie hier die "Dilbar" von Alischer Usmanow. - Copyright: picture alliance / AA | Sabri Kesen

Russische Oligarchen fürchten durch die westlichen Sanktionen aufgrund des Ukraine-Krieges um ihre Reichtümer. Viele sind frustriert und fühlen sich ungerecht behandelt. Das übe sich auch auf den Familiensegen aus, wie die Soziologin Elisabeth Schimpfössl im Gespräch mit dem "Spiegel" verrät.

Die gebürtige Österreicherin erforschte und interviewte 80 superreiche Russen für ein Buchprojekt. Viele der Oligarchen suchten vor dem Ausbruch des Kriegs die Nähe zur englischen Elite und verlagerten ihren Wohnsitz nach Großbritannien, erklärt sie.

Oligarchen von ihren Ehefrauen genervt

Schimpfössl lebt selbst im Vereinigten Königreich und forscht dort an der Aston University Birmingham. Ihr zufolge versuchen nun viele der Oligarchen, die Sanktionen – an denen sich auch die britische Regierung rund um Boris Johnson beteiligt – zu umgehen. "Alle tun derzeit so, als ob sie mit Putin nichts am Hut hätten", so die Soziologin im Gespräch mit dem "Spiegel". Die bereits sanktionierten Oligarchen kämen sich hingegen "ungerecht behandelt vor", erklärt sie weiter.

In Großbritannien genossen viele der Milliardäre die Freiheiten des Westens. Sie häuften hier und woanders im Ausland Reichtümer an. Diese Freiheiten werden jetzt beschnitten, Yachten konfisziert und Vermögen eingefroren. Darunter litten auch die Familien, wie Schimpfössl berichtet: "Ein gut vernetzter Freund erzählte mir vor wenigen Tagen, dass ihre Ehefrauen und Kinder in Aufruhr seien." Ihr Bekannter habe auch den Grund dafür genannt: "Bis vor Kurzem, wenn einem die Ehefrau auf die Nerven ging, konnte man sie ein paar Wochen auf die Yacht schicken oder zum Einkaufstrip nach Mailand." Diese Möglichkeit hätten die Oligarchen inzwischen nicht mehr.

kh

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