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Söder will Impfungen für alle freigeben und im Mai schon Jugendliche ab 16 impfen lassen

Christiane Rebhan
·Lesedauer: 2 Min.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, bei einem Besuch des Corona-Impfzentrums auf dem Nürnberger Messegelände.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, bei einem Besuch des Corona-Impfzentrums auf dem Nürnberger Messegelände.

CSU-Chef Markus Söder macht Tempo: An diesem Montag steht mal wieder ein Treffen der Ministerpräsidenten und -präsidentinnen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Terminkalender. Vor diesem Impf-Gipfel gab Bayerns Ministerpräsident bekannt, er wolle alle Impfstoffe für alle Bürger ab dem Alter von 16 Jahren freigeben. Das sagte er in einem Gespräch mit der "Bild am Sonntag".

Söder sagte: „Wir müssen die starre Priorisierung schneller auflösen. Nach dem Abarbeiten von bereits vereinbarten Impfterminen sollten alle Impfstoffe für jeden komplett freigegeben werden. Das sollte am besten noch im Mai erfolgen.“ Nach Meinung des CSU-Politikers verzögere die Impfbürokratie den Impferfolg. Denn laut dem aktuellsten Stand des Impf-Fortschritts nach Daten des Bundesgesundheitsministeriums und des RObert-Koch-Instituts haben noch nicht einmal ein Viertel aller Deutschen die erste Dosis erhalten. Erst sieben Prozent aller Deutschen haben den vollen Schutz durch zwei Corona-Impfungen.

Söder will schnellstmöglich alle Schüler ab 16 Jahren impfen lassen

Die "Bild am Sonntag" zitiert außerdem eine Umfrage, laut der 75 Prozent der Menschen in Deutschland (Kantar) sogar dafür sind, die Impfungen sofort für alle freizugeben. Nur 22 Prozent wollen weiter an der Impfreihenfolge festhalten, drei Prozent der Befragten waren sich nicht sicher.

Söder kommt mit seinen Äußerungen wieder einmal dem Bundesgesundheitsminister in die Quere: Jens Spahn (CDU) hatte vergangene Woche erklärt, dass frühestens im Juni die Priorisierung bei Impfungen aufgehoben werden könne, „aber nicht Anfang des Monats“. Söder will jetzt sogar Jugendliche impfen lassen, er sagt: „Wir sollten bei ausreichendem Impfstoff auch Schüler ab 16 Jahren vermehrt impfen. Gerade hier ist die Inzidenz am höchsten.“ Sie sollten beim Impfen behandelt werden wie Erwachsene. Und es brauche rasch einen Impfstoff für Kinder. Dann könne man auch in Kitas und Schulen impfen.