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ROUNDUP: Sinkender Zinkpreis belasten Industrie-Recycler Befesa

LUXEMBURG (dpa-AFX) -Der Industrie-Recycler Befesa LU1704650164 hat zum Jahresauftakt weniger verdient. Hauptverantwortlich seien dabei gesunkene Zinkpreise, wie das Unternehmen am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Für das laufende Jahr erwartet Befesa eine zunehmende Verbesserung der Entwicklung und stellte einen Anstieg des operativen Ergebnisses in Aussicht. Allerdings gibt das Unternehmen eine große Spanne aus. Der Ausblick kam am Finanzmarkt nicht gut an.

Die im MDax DE0008467416 notierte Aktie fiel auf ein Tief seit November. Zuletzt war sie mit einem Minus von noch neun Prozent auf 28,58 Euro das Schlusslicht im Index. Im laufenden Jahr hat der Kurs gut 18 Prozent an Wert verloren. In den vergangenen 12 Monaten summierte sich das Minus auf gut ein Viertel.

Die Prognose erscheine vorsichtig, lasse aber auch viele Möglichkeiten, kommentierte Analyst Martin Comtesse von der Investmentbank Jefferies. Die Markterwartungen lägen aber eher am oberen Ende der avisierten operativen Ergebnisspanne. Comtesse bleibt aber zuversichtlich, dass Befesa 2024 die Kurve bekommt.

Für das laufende Jahr stellte Befesa ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 195 Millionen bis 235 Millionen Euro in Aussicht - ein Plus von 7 bis 29 Prozent. Dabei dürften sich deutlich niedrigere Zinkschmelzlöhne sowie eine bessere Preisabsicherung für Zink positiv auf die Ergebnisse auswirken, hieß es. Zinkschmelzlöhne erhalten Schmelzhütten, wenn sie Erz in reines Zink umwandeln. Befesa erwartet zudem eine Normalisierung der Kokspreise und eine Verbesserung der Effizienz in den US-Recyclingbetrieben sowie in China. Die breite Spanne begründete das Unternehmen unter anderem mit der Volatilität der Metallpreise.

Im ersten Quartal ging das bereinigte operative Ergebnis wegen der niedrigeren Zinkpreise um 3 Prozent auf 48,6 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich verdiente Befesa mit knapp 9,5 Millionen Euro fast 38 Prozent weniger. Der Umsatz sank um rund sieben Prozent auf 298,3 Millionen Euro. Die Zahlen fielen schwächer aus als von Analysten insgesamt erwartet.