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ROUNDUP: Schüler im Fernunterricht - Details zu Kinderkrankentageregelung

·Lesedauer: 3 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem Ende der Weihnachtsferien im ganzen Bundesgebiet sind die meisten Schulen in Deutschland in eine Phase des Fernunterrichts gestartet, von der noch nicht klar ist, wie lange sie dauert. Mit Ausnahme von Abschlussklassen gilt für fast alle Schüler zunächst "Homeschooling". Zum Unterrichtsbeginn gab es am Montag teilweise wieder Probleme mit Lernplattformen. Bekannt wurden unterdessen auch erste Details zur geplanten Verdoppelung der Kinderkrankentage für Eltern, die ein Betreuungsproblem bekommen.

Bund und Länder hatten vor rund einer Woche vereinbart, auch den Lockdown an Schulen und Kitas wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen bis mindestens Ende Januar zu verlängern. Schulen bleiben entweder komplett geschlossen oder die Anwesenheitspflicht wurde ausgesetzt. Für jüngere Schüler gibt es eine Notbetreuung. Auch Kitas sind zu oder die Eltern werden gebeten, ihre Kinder nicht zu bringen. Fast überall sind aber Ausnahmen für Abschlussklassen möglich zur Prüfungsvorbereitung.

Diskutiert wurde am Montag allerdings, ob auch das angesichts der Corona-Lage vielleicht schon zu riskant ist. Das schleswig-holsteinische Bildungsministerium wies den Vorwurf der Lehrer-Gewerkschaft GEW zurück, unverantwortliche Infektionsrisiken durch den Unterricht für Abschlussklassen einzugehen. Aus dem Kanzleramt kam Kritik am Vorgehen in Niedersachsen, wo ebenfalls Abschlussklassen im Wechselmodell an Schulen unterrichtet werden können und wo ab kommender Woche auch an Grundschulen wieder Unterricht in geteilten Klassen geplant ist.

"Die vorzeitige Schulöffnung ist sehr eindeutig gegen den Geist der Beschlüsse von Bund und Ländern", sagte der Staatsminister im Kanzleramt, Hendrik Hoppenstedt, der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Die Schule ist ein normaler Infektionsort. Es gibt keine Erkenntnisse, dass es in den Schulen besser ist als im Rest der Gesellschaft."

Pläne, zumindest die Grundschüler noch im Januar wieder in die Schulen zu schicken, gibt es aber auch in anderen Bundesländern. Allerdings stehen letzte Entscheidungen noch aus. So will etwa die Regierung in Baden-Württemberg am Donnerstag angesichts der dann herrschenden Corona-Lage entscheiden, ob Grundschulen ab dem 18. Januar öffnen können.

Mit dem Fernunterricht gab es Montag auch wieder Probleme bei Schulplattformen. Schüler und Eltern beschwerten sich am Vormittag in Sozialen Medien über Störungen bei der Lernplattform "Moodle", die unter anderem in Baden-Württemberg genutzt wird. Bayerns vielgescholtene Lernplattform "Mebis" funktionierte dagegen nach Angaben des Kultusministeriums am Montag mit Beginn des Distanzunterrichts.

Unklar bleibt, wie lange diese Phase der strengen Einschränkungen an Schulen und Kitas anhält. Am 25. Januar wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen im Februar beraten. Bisher ist keine Entspannung bei den Corona-Zahlen abzusehen und Sorgen bereiten den Experten zudem die neuen Virusvarianten, von denen angenommen wird, dass sie sich deutlich schneller verbreiten und damit die Infektionszahlen weiter nach oben treiben könnten.

Eltern, die auf Informationen zu den geplanten zusätzlichen Kinderkrankentagen warten, können unterdessen auf Details dazu bis Mitte der Woche hoffen. Die geplante Verdopplung der Krankentage, um Mütter und Väter wegen der coronabedingten Einschränkungen an Schulen und Kitas zu entlasten, wird voraussichtlich am Mittwoch im Bundeskabinett auf den Weg gebracht, wie ein Sprecher des zuständigen Bundesgesundheitsministeriums am Montag in Berlin sagte.

Bund und Länder hatten vereinbart, die Kinderkrankentage pro Elternteil in diesem Jahr von 10 auf 20 zu erhöhen, für Alleinerziehende von 20 auf 40. Eltern sollen die Krankentage ausdrücklich auch nehmen können, wenn ihre Kinder nicht krank sind, sondern wegen eingeschränkten Schul- und Kitabetriebs zu Hause bleiben müssen.

Das Nachrichtenportal "The Pioneer" berichtete am Montag über Details, die in der Regierung aber noch nicht endgültig abgestimmt sind. Demnach sollen Eltern ihrer Krankenkasse eine Bescheinigung beispielsweise der Kita oder Schule vorlegen, dass ihr Kind wegen der Corona-Maßnahmen die Einrichtung nicht besucht hat, um den Anspruch auf die Krankentage geltend zu machen. Die zusätzlichen Krankentage sollen demnach auch von Beschäftigten im Homeoffice genutzt werden können.