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ROUNDUP/Rückenwind durch Elektromobilität und Energie: Infineon erhöht Prognose

NEUBIBERG (dpa-AFX) -Der Chiphersteller Infineon DE0006231004 hat im zweiten Quartal des bis Ende September laufenden Geschäftsjahrs 2022/23 besser abgeschnitten als erwartet und seine Jahresprognose erhöht. Dabei profitiert das Unternehmen von robusten Geschäften rund um Elektromobilität und Energie, wie Infineon am Donnerstag in Neubiberg mitteilte. Das Unternehmen hatte bereits Ende März eine Erhöhung der Ziele in Aussicht gestellt, nun folgten die Details. An der Börse ging es für die Infineon-Aktie trotz der erhöhten Prognose nach unten.

Die Aktie verlor im frühen Handel zeitweise mehr als drei Prozent. Zuletzt konnte das Papier die Verluste allerdings etwas begrenzen und gab nur noch um rund zwei Prozent auf 32,60 Euro nach. Damit setzt sich die Korrektur seit dem Jahreshoch von knapp 38 Euro Ende März fort. Auf Jahressicht steht aber immer noch ein Plus von rund 15 Prozent auf dem Kurszettel.

Analysten zeigten sich zwar angetan, sind jedoch mit Blick auf die weitere Entwicklung eher vorsichtig. Infineon habe wie zuvor angekündigt ein starkes Quartal verzeichnet, kommentierte Janardan Menon vom Analysehaus Jefferies. Er hob die Stärke der Profitabilität bei Automobil- und Energieindustrie hervor, wogegen die konsumorientierten Anwendungen weiter Schwäche zeigten.

Sorgen bereitet dem Experten vom Investmenthaus Jefferies der anhaltende Lageraufbau der Automobilindustrie - dies könnte in der Zukunft zu schwächeren Umsätzen und Margen führen. Sandeep Deshpande von der US-Bank JPMorgan verwies trotz guter Zahlen und des positiven Umfelds auf den anhaltenden Gegenwind in der Branche und im makroökonomischen Umfeld, der länger anhalten werde als von Unternehmen angenommen.

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Das Management erwartet im bis Ende September laufenden Geschäftsjahr 2022/23 nun einen Anstieg des Umsatzes auf im Mittel 16,2 Milliarden Euro, deutlich über den zuvor angenommenen 15,5 Milliarden Euro. Dabei geht das Unternehmen zudem von einem ungünstigeren Wechselkursverhältnis aus als zuvor, was dem stärkeren Euro Rechnung trägt.

Die Segmentergebnismarge, die die Profitabilität des operativen Geschäfts misst, sieht der Chipkonzern auf dieser Basis bei rund 27 Prozent, nach bislang in Aussicht gestellten 25 Prozent. Bereits Ende März hatte sich Infineon für das zweite Geschäftsquartal optimistischer gezeigt und eine Erhöhung der Jahresprognose angekündigt. Diese wurde jetzt mit Zahlen unterfüttert. Auch prognostiziert das Unternehmen einen höheren Mittelzufluss als bisher.

"Infineon ist sehr gut unterwegs. Unsere Geschäfte rund um Elektromobilität,
erneuerbare Energie-Erzeugung und Energieinfrastruktur entwickeln sich stark", kommentierte Konzernchef Jochen Hanebeck die Entwicklung. Dagegen sieht er in den zuletzt nachfrageschwachen Konsumgüter-Märkten wie Smartphones, PCs oder Haushaltsgeräten noch keine Verbesserung.

Im zweiten Geschäftsquartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um vier Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Das Segmentergebnis nahm um knapp sieben Prozent auf 1,18 Milliarden Euro zu. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 28,6 Prozent, was mehr war, als Analysten zuletzt erwartet hatten. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Kennziffern deutlicher. Nach Steuern verdiente Infineon mit 826 Millionen Euro 13 Prozent mehr als im Auftaktquartal des Geschäftsjahres.

Für das dritte Quartal erwartet Infineon eine etwas schwächere Entwicklung. Das Unternehmen stellte einen Umsatz von rund vier Milliarden und eine auf 26 Prozent sinkende Segmentergebnismarge in Aussicht. Dabei dürfte das Geschäft mit der Automobilindustrie weiter wachsen.

Infineon investiert derzeit Milliarden in den Ausbau seiner Kapazitäten. Drei Milliarden Euro hat das Unternehmen in diesem Jahr für die Erweiterung der Fertigung in den Standorten Kulim in Malaysia, Villach und Dresden veranschlagt.

In Dresden feierte Infineon vor zwei Tagen den ersten Spatenstich für das vierte Produktionsgebäude für Leistungshalbleiter und Komponenten. Der insgesamt rund fünf Milliarden teure Ausbau ist die größte Einzelinvestition von Infineon bislang.