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ROUNDUP: Kryptowährungen unter Druck - China geht gegen Bitcoin-Mining vor

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Handel mit Kryptowährungen bleibt turbulent: Am Freitag ist es erneut zu einem Kurseinbruch gekommen, nachdem China ein hartes Vorgehen gegen die Erzeugung von Krypowährungen bekräftigt hat. Der Kurs der bekanntesten und nach Marktanteil größten Digitalwährung Bitcoin rutschte am Nachmittag wieder deutlich unter die Marke von 40 000 US-Dollar und fiel bis auf 36 679 Dollar.

Im weiteren Handelsverlauf konnte sich der Bitcoin-Kurs vorerst in der Nähe des Tagestiefs stabilisieren. Erst am Mittwoch war er in kurzer Zeit bis auf 30 066 Dollar eingebrochen und damit auf das niedrigste Niveau seit Ende Januar.

Die zweitgrößte Digitalwährung Ether geriet am Freitag ebenfalls unter Druck. Am Nachmittag fiel der Kurs um mehr als zehn Prozent auf etwa 2500 Dollar. Am Mittwoch war er zeitweise um bis zu 40 Prozent auf knapp 2000 Dollar eingebrochen.

Der Auslöser für den jüngsten Kursrutsch kam aus China. In einer offiziellen Stellungnahme wurde eine frühere Ankündigung bekräftigt, härter gegen die Herstellung von Kryptowährungen vorzugehen. Die Erzeugung der Digitalwährungen wird auch Mining genannt und verbraucht bei der Herstellung von Bitcoins enorme Mengen an elektrischer Energie. Die Maßnahmen werden in China auch als Teil der Bemühungen zur Sicherung der Finanzstabilität gesehen.

"Sollte das Reich der Mitte nun auch noch dem Mining-Geschäft den Stecker ziehen, wäre dies ein weiterer harter Schlag", kommentierte Analyt Timo Emden von Emden Research die jüngste Entwicklung. "Die Hiobsbotschaften wollen offensichtlich derzeit nicht abreißen."

Zuvor hatte bereits Tesla-Chef, Multimilliardär und Krypto-Befürworter Elon Musk den Markt für Kryptowährungen mehrfach in Aufregung versetzt. Erst revidierte Musk den Bitcoin-freundlichen Kurs des Elektroautobauers Tesla, dann schien er anzudeuten, dass sich dieser von seinen Bitcoin-Beständen trennen könnte. Musk dementierte letzteres schnell, die Kursbewegungen beim Bitcoin waren aber enorm.

Ein weiterer Belastungsfaktor kam darüber hinaus aus den USA. Am Donnerstagabend gab das US-Finanzministerium bekannt, dass es zwecks Steuerehrlichkeit eine Anzeigepflicht für Krypto-Transaktionen von mehr als 10 000 US-Dollar in Erwägung ziehe. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, wäre dies ein Schlag gegen die von Krypto-Fans so geschätzte Anonymität von Transaktionen.

Die Handelswoche hat einmal mehr gezeigt, dass es im Handel mit dem Bitcoin immer wieder zu extremen Kursbewegungen kommen kann. Regulierer wie die Bafin warnen deshalb beständig vor den hohen Risiken, die Anlagen in Digitalwährungen mit sich bringen.

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