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ROUNDUP/Kreise: Bund will Kontaktbeschränkungen wegen Corona weiter verschärfen

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bund will die Kontaktbeschränkungen wegen der auf hohem Niveau verharrenden Corona-Infektionszahlen weiter drastisch verschärfen. Nach einem der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Montag soll der Aufenthalt in der Öffentlichkeit künftig nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet sein. Auf private Feiern solle zunächst bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden.

Zudem schlägt der Bund über die bestehenden Beschränkungen hinausgehende weitere strikte Kontakt- und Quarantänebeschränkungen vor. In dem Entwurf heißt es, Kinder und Jugendliche seien dazu anzuhalten, sich nur noch mit einem festen Freund in der Freizeit zu treffen. Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten sich generell nur noch auf einen festen weiteren Hausstand beschränken. Auf freizeitbezogene Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr sowie auf nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren solle genauso wie auf nicht notwendige Fahrten im öffentlichen Verkehr verzichtet werden.

In einer Art "Winter-Knigge" wird die Bevölkerung angehalten, alle nicht erforderlichen Kontakte unbedingt zu vermeiden. Zur notwendigen deutlichen Reduzierung der privaten Kontakte jenseits von Ge- und Verboten gehöre auch, dass man sich künftig bei jedem Erkältungssymptom - insbesondere Husten und Schnupfen - unmittelbar nach Hause in Quarantäne begeben solle. Dort solle man fünf bis sieben Tage bis zum Abklingen der Symptome bleiben.

Die Krankschreibung solle telefonisch durch den Hausarzt und zunächst ohne Besuch in der Praxis erfolgen, heißt es in dem Entwurf weiter. Der Hausarzt solle mit den Betroffenen auch absprechen, ob die Krankheitsanzeichen wie Fieber oder die Beeinträchtigung des Geruchs- und Geschmackssinnes so relevant seien, dass ein Corona-Test, eine Untersuchung oder eine weitere Behandlung erforderlich sei.

Besuche bei älteren Menschen und anderen Risikogruppen sollten nur gemacht werden, wenn alle Familienmitglieder frei von Krankheitssymptomen seien und sich seit mindestens einer Woche in keine Risikosituation etwa mit einer größeren Personenzahl begeben hätten, wird in der Beschlussvorlage empfohlen.