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ROUNDUP: Klöckner kritisiert Preiskämpfe bei Lebensmitteln

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Im Kampf gegen massenhaftes Wegwerfen von Lebensmitteln hat Bundesagrarministerin Julia Klöckner extreme Preisaktionen in den Supermärkten kritisiert. Dumpingangebote und Dauertiefstpreise seien "ein falsches Signal", sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch bei einer Online-Konferenz. Wenn keine Wertschätzung für Lebensmittel da sei, weil sie angeblich keinen Wert haben, würden sie auch schneller weggeworfen.

Der Lebensmittelhandel erklärte dazu, ihm seien "keine Belege für einen Kausalzusammenhang zwischen Aktionsangeboten und der Verschwendung von Lebensmitteln bekannt". Laut einer Studie des Ministeriums hingen viele Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten mit verdorbenen Produkte oder zu viel gekochten Speiseresten zusammen. Nur 1,7 Prozent der Abfallmenge gingen auf Sonderangebote zurück, die es zum Beispiel beim Kauf mehrerer Packungen gebe.

Klöckner rief erneut alle Beteiligten in der Produktionskette für Lebensmittel und die Verbraucher zur Mitwirkung auf, damit in allen Stufen weniger Produkte auf dem Müll landen. Nach Daten für 2015 landen knapp zwölf Millionen Tonnen pro Jahr auf dem Müll - auf Privathaushalte entfällt demnach gut die Hälfte der Gesamtmenge. Ziel der Bundesregierung ist, Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren.

Eine vor zwei Jahren vom Kabinett beschlossene Strategie sieht dafür mehr Informationen, Forschungsförderung und eine Reihe von Maßnahmen auf freiwilliger Basis vor. Dazu gehören vereinbarte Ziele für die verschiedenen Bereiche wie Gastronomie und Handel. Klöckner verteidigte erneut das Vorgehen über Selbstverpflichtungen, um schneller zu konkreten, praktisch umsetzbare Lösungen zu kommen. Ein "Kühlschrankgesetz" werde es nicht geben.