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ROUNDUP/Grünen versichern: Wechsel der Kanzlerkandidatur 'Kokolores'

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts anhaltender Kritik an Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat Co-Parteichef Robert Habeck versichert, dass ein Wechsel der Kanzlerkandidatur kein Thema sei. "Das ist Kokolores", sagte Habeck, lange Zeit selbst als Kandidat gehandelt, der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). Die Grünen hätten Baerbock gerade erst mit nahezu hundert Prozent zu ihrer Kanzlerkandidatin gewählt. Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner bezeichnete die Vorstellung eines Wechsels gegenüber der "taz" (Montag) als "Unfug". Am Montag stellen die Grünen ihre Kampagne für den Wahlkampf zur Bundestagswahl am 26. September vor.

Baerbock hat nach Angaben einer Grünen-Sprecherin unterdessen die parteinahe Heinrich-Böll-Stiftung darum gebeten, einen "nunmehr knapp zehn Jahre zurückliegenden Sachverhalt" im Zusammenhang mit einem damaligen Promotionsstipendium der Stiftung "noch einmal zu betrachten". Anlass sind demnach Medienanfragen zu dem Stipendium. Baerbock hatte einem "Tagesspiegel"-Bericht zufolge zwischen 2009 und 2012 mehr als 40 000 Euro erhalten. Die Doktorarbeit im Bereich Völkerrecht hatte sie nicht abgeschlossen.

Die Kanzlerkandidatin der Grünen steht in der Kritik, weil sich in ihrem Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Zuvor war bekannt geworden, dass sie Sonderzahlungen der Partei verspätet an den Bundestag gemeldet hatte. Partei und Kandidatin mussten zudem Angaben in Baerbocks Lebenslauf korrigieren.

"Diese Vorgänge waren für alle überraschend", sagte Habeck. "Hätten wir gewusst, dass an den Stellen solider hätte gearbeitet werden müssen, wäre da solider gearbeitet worden." Er erklärte aber auch, in den gut zwei Monaten bis zum Wahlabend könne man klar machen, "dass Vertrauen in die richtige Politik die Abstimmung bestimmen sollte". Er sehe noch große Chancen, "dieses kostbare Gut Vertrauen zu erwerben".

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz sagte zu den Vorwürfen gegen Baerbock, jeder mache Fehler und im Wahlkampf werde besonders genau geschaut. "Trotzdem finde ich die Kritik im Fall von Frau Baerbock ein bisschen übertrieben", sagte Scholz der Deutschen Presse-Agentur. Unabhängig von den aktuellen konkreten Fragen gelte: "Frauen werden anders behandelt als Männer, auch in der Politik", sagte Scholz. Das sei nicht in Ordnung. "Das ist nicht fair. Und es gehört auch ausgesprochen."

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sieht hingegen keine Benachteiligung mehr für Frauen in der heutigen Politik. Auf eine entsprechende Frage der "Bild am Sonntag" sagte der CDU-Politiker: "Früher war es in der Tat so. Zu Beginn der Kanzlerschaft von Angela Merkel sind noch Schweißflecken an ihrem Sommerkleid thematisiert worden. Das fand ich unmöglich. Heute haben es Frauen in der Politik nicht mehr schwerer."

Konkret zu Baerbock sagte Schäuble: "Es mag sein, dass vieles aufgebauscht ist, aber da gilt der alte Spruch: Wer die Hitze nicht verträgt, hat in der Küche nichts verloren. Sie musste wissen, dass die Kanzlerkandidatur ein harter Weg ist."

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