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ROUNDUP: Erneut Demonstrationen gegen Rentenreform in Frankreich

PARIS (dpa-AFX) - In Frankreich hat es erneut Demonstrationen und Protestaktionen gegen die geplante Rentenreform gegeben. Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich Medienberichten zufolge am Donnerstag etwa in Rouen, Saint-Etienne und Marseille. In der Hauptstadt Paris gab es einen großen Demonstrationszug. Dieser zog am Nachmittag vom südlichen Stadtteil Montparnasse in Richtung Place d'Italie.

Gewerkschaften hatten zu dem Massenprotest aufgerufen - es ist mittlerweile der zehnte große Protesttag seit Beginn der Streiks und Demonstrationen Anfang Dezember. Nach Angaben des Innenministeriums gingen landesweit rund 92 000 Menschen auf die Straße, davon 7 800 in Paris, wie französische Medien berichteten. Das sind deutlich weniger als beim letzten großen Protest Anfang Februar.

Im westfranzösischen Poitiers stellte die Hardliner-Gewerkschaft CGT-Energie als Zeichen des Protests für rund 20 Minuten den Strom ab, wie der Radiosender France Bleu berichtete. Rund 30 000 Haushalte waren demnach von der Aktion betroffen. Im ostfranzösischen Mülhausen (Mulhouse) boten Anwälte symbolisch ihre Roben auf der Kleinanzeigen-Plattform "Le Bon Coin" zum Verkauf an. Sollte die Rentenreform umgesetzt werden, müssten viele Kanzleien schließen und bräuchten die Kleidung deshalb nicht mehr, erklärten sie in der Verkaufsanzeige.

Das französische Parlament setzte am Donnerstag die Prüfung des Gesetzes fort - Oppositionspolitiker hatten mehr als 20 000 Änderungsanträge eingereicht, um den Gesetzgebungsprozess in die Länge zu ziehen. Die französische Regierung will ein universelles Rentensystem schaffen, um 42 Einzelsysteme zu ersetzen. Damit sollen auch Privilegien für einzelne Berufsgruppen eingeschränkt werden. Die Reform ist ein Wahlversprechen von Präsident Macron.