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ROUNDUP/Conti: Autozuliefermarkt in Europa schwach - Margen-Zuversicht hebt Kurs

HANNOVER (dpa-AFX) -Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental DE0005439004 rechnet in diesem Jahr weiter mit einem schwierigen Geschäft in der Autozulieferung in Europa. Dort dürfte der Markt im Gesamtjahr eher am unteren Ende der eigenen Annahmen abschneiden - der chinesische Markt hingegen dürfte der Haupttreiber für Wachstum sein, hieß es am Mittwochabend in einer Analystenkonferenz laut einer Zusammenfassung von Conti. Die Aktie machte wegen überraschend zuversichtlicher Aussagen rund um die Profitabilität am Donnerstag einen deutlichen Sprung nach oben.

Die in den vergangenen Monaten sehr schwach gelaufene Conti-Aktie gewann gegen Mittag an der Dax DE0008469008-Spitze fast zehn Prozent auf 59,06 Euro. Nach den sehr schwachen Ergebnissen aus dem ersten Quartal in der Autozuliefersparte war die Aktie wegen Sorgen um die Jahresprognose bis auf knapp 52 Euro in dieser Woche abgesackt und damit auf ein Tief seit November 2022. In diesem Jahr steht auch noch immer ein Kursverlust von gut 23 Prozent zu Buche - damit ist Conti einer der schwächsten Dax-Titel.

Ein Marktteilnehmer zeigte sich am Morgen positiv überrascht: Die Aussagen des Managements signalisierten ein unerwartet starkes zweites Quartal, nachdem das erste Jahresviertel wohl das schlechteste seit langem gewesen sei.

JPMorgan-Analyst Jose Asumendi rechnet damit, dass Conti mit der Autozulieferung im Tagesgeschäft im ersten Halbjahr fast wieder schwarze Zahlen geschrieben hat. Experte Michael Aspinall von Jefferies geht ebenso davon aus - und dies impliziere nach der negativen operativen Marge von 4,3 Prozent im ersten Quartal ein weit besseres zweites Jahresviertel. Dies dürfte dem Markt viel Erleichterung verschaffen in einem schwierigen operativen Umfeld angesichts einer schwankungsanfälligen Autoproduktion.

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Bei der Preisentwicklung sei der Konzern im zweiten Quartal gegenüber dem Jahresbeginn wie erwartet vorangekommen, hieß es vom Konzern am Vorabend. Conti spricht mit den Auto- und Lkw-Bauern wegen der schwachen eigenen Profitabilität über Preiserhöhungen für die gelieferten Teile. Im zweiten Quartal dürften zudem erste Effekte des eingeleiteten Sparprogramms in der Autosparte sichtbar werden. Der Effekt soll über das Jahr anwachsen. Conti peilt dann 2025 Einsparungen von rund 400 Millionen Euro an. Dafür streicht der Konzern in Verwaltung und bei Forschung und Entwicklung zusammen weltweit 7150 Stellen.

Im Reifengeschäft habe sich in der Erstausstattung der Markt bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter schwach entwickelt. Die Reifenersatzmärkte hätten im zweiten Quartal allerdings schon wie erwartet erste Anzeichen der Besserung aufgewiesen. Für Contis Reifensparte blieb die Entwicklung von Preisen und Absatzmix aber wohl erst einmal leicht negativ - das soll sich laut Conti in der zweiten Jahreshälfte normalisieren.

Der Konzern hält für Finanzexperten vor der üblichen wochenlangen Ruheperiode vor der Mitteilung von Quartalsergebnissen eine zusammenfassende Schalte zu den jüngsten Entwicklungen ab, einen sogenannten "pre-close call". In den letzten Wochen vor den Quartalszahlen - der sogenannten "Quiet Period" - soll die Kommunikation mit Interessenten auf dem Kapitalmarkt dann nur noch sehr eingeschränkt stattfinden. In jüngster Zeit hatten solche Veranstaltungen des Öfteren für Ausschläge bei den Aktienkursen mehrerer Firmen gesorgt. Conti will mit der Veröffentlichung der Inhalte nach eigenen Angaben die Transparenz am Markt erhöhen.