ROUNDUP/BVG: Henrik Falk wird Anfang 2024 neuer Vorstandsvorsitzender

BERLIN (dpa-AFX) -Henrik Falk wird neuer Vorstandsvorsitzender der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Er soll den Posten am 1. Januar 2024 übernehmen. Das hat die Gewährträgerversammlung auf Empfehlung des BVG-Aufsichtsrats am Mittwoch beschlossen, wie die BVG mitteilte. Falk war zuvor bereits in verschiedenen Führungspositionen bei der BVG tätig. Unter anderem leitete der studierte Jurist die Rechtsabteilung und die BVG-Beteiligungsholding.

Von 2008 bis 2015 war er Vorstand des Finanz- und Vertriebsressorts. In seine Verantwortung fiel dabei auch die Einführung der mehrfach prämierten "weilwirdichlieben"-Werbkampagne für die BVG. Der gebürtige Berliner übernahm 2016 bei der Hamburger Hochbahn AG den Vorstandsvorsitz und entwickelte dort unter anderem den Hamburg-Takt. "Gemeinsam mit dem Vorstandsteam und allen Mitarbeitenden der BVG werde ich die Zukunftsthemen weitertreiben: ein attraktives Angebot, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind die Erfolgsfaktoren für einen leistungsstarken öffentlichen Nahverkehr", kommentiere Falk die Entscheidung.

Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos), der gleichzeitig BVG-Aufsichtsratsvorsitzender ist, sagte, Falk sei genau der Richtige für die vor der BVG liegenden Aufgaben. "Um das Ziel einer klimaneutralen Stadt so schnell wie möglich zu erreichen, brauchen wir eine exzellent aufgestellte und leistungsfähige BVG. Für diese Aufgabe konnten wir mit Henrik Falk einen bundesweit hoch anerkannten Experten und Manager gewinnen." Jetzt gelte es in Berlin strategische Weichen für die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs zu stellen und eine zukunftsgerechte Mobilitätsoffensive umzusetzen.

Henrik Falk ist Nachfolger von Eva Kreienkamp, deren Vertrag als Vorstandschefin nicht verlängert wurde. Sie hatte den Spitzenjob bei der BVG erst im Oktober 2020 übernommen. Ihre Vorgängerin Sigrid Nikutta wiederum war in den Vorstand der Deutschen Bahn gewechselt.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind mit 15 800 Beschäftigten, neun U-Bahn-, 22 Straßenbahn- und mehr als 160 Buslinien Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen.