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ROUNDUP/Bundestagswahlkampagne: Grünen wollen Partei für Optimisten sein

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Mit Slogans voller Tatendrang und Motiven guter Laune wollen sich die Grünen in ihrer Kampagne für die Bundestagswahl am 26. September als Partei für Optimisten in Szene setzen. Auf den Wahlplakaten, die Bundesgeschäftsführer Michael Kellner am Montag in Berlin vorstellte, stehen Sprüche wie "Unser Land kann viel, wenn man es lässt" oder "Wirtschaft und Klima ohne Krise". Auf einem anderen Plakat versprechen die Grünen "Züge, Schulen, Internet - Ein Land, das einfach funktioniert".

Erstmals wollen die Grünen seinen Angaben zufolge auch Wähler, die älter als 60 Jahre sind, gezielt ansprechen, etwa in Anzeigen in Print-Medien. Zwei Millionen Erstwähler will die Partei direkt anschreiben. Traditionell holen die Grünen vor allem bei jüngeren Wählern und bei Frauen viele Stimmen.

Ihre Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist zwar auf etlichen der nun präsentierten Plakate zu sehen. Dass die Grünen zum ersten Mal nicht nur eine Regierungsbeteiligung anstreben, sondern mit Baerbock auch ins Kanzleramt wollen, wird auf diesen Plakaten aber nicht offensiv herausgestellt.

Darauf angesprochen, sagte Kellner: "Es ist eine Richtungswahl bei dieser Bundestagswahl, und wir fordern die Union heraus." Dass der Spitzenkandidat der Union, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, trotz des neuerlichen Anstiegs der Corona-Infektionszahlen keinen "Schul- und Kitagipfel" wolle, um rechtzeitig vor dem neuen Schuljahr über notwendige Schutzvorkehrungen für Bildungseinrichtungen zu sprechen, sei ein schwerer Fehler. "Rumgetrödel" könne man sich da nicht leisten, sagte Kellner.

Die Grünen verzeichneten nach der Bekanntgabe der Kanzlerkandidatur von Annalena Baerbock zunächst sehr hohe Zustimmungswerte in Umfragen. Inzwischen stehen Baerbock und die Partei zunehmend unter Druck, unter anderem weil Plagiatsvorwürfe gegen sie wegen ihres Buchs "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" erhoben wurden. Zuletzt lagen die Grünen in Meinungsumfragen unter 20 Prozent und damit weit hinter der Union.

Um wieder aufzuholen, wollen die Grünen in den nächsten Wochen nicht nur im Internet für sich werben, sondern Wähler auch an der Haustüre und an Infoständen ansprechen. Kellner betonte jedoch, die Partei plane derzeit noch mit unterschiedlichen Szenarien, je nachdem wie es mit der Corona-Pandemie weitergeht.

Die Grünen hätten seit der Bundestagswahl 2017 zahlreiche Mitglieder hinzugewonnen - "das gibt uns Schwung", fügte er hinzu. Mit ihren inzwischen rund 117 000 Mitgliedern sei die Partei aber im Vergleich zu SPD und CDU immer noch "der Underdog in diesem Wahlkampf".

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