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ROUNDUP: Bundesregierung setzt bei Klimaschutz große Hoffnungen auf USA

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung setzt beim Klimaschutz wieder große Hoffnungen auf die USA. "Die USA sind zurück an Bord", sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag zum Auftakt eines Kongresses zur Energiewende in Berlin. Der US-Klimabeauftragte John Kerry forderte mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz weltweit. Er sprach von einem entscheidenden Jahrzehnt.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte: "Mit der Rückkehr der USA zum Klimaschutzabkommen von Paris öffnet sich ein einzigartiges Window of Opportunities, ein Fenster der Gelegenheiten, um die großen Industrienationen zusammenzubringen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, das auch Entwicklungs- und Schwellenländer sich dieser Entwicklung anschließen können."

Kerry sagte, bei der Weltklimakonferenz in Glasgow im Herbst müsse es ehrgeizigere Zusagen aller Länder geben. Versagen sei keine Option. Die USA seien sich ihrer Verantwortung bewusst. Die USA zählen neben China zu den Ländern mit dem höchsten Ausstoß an Treibhausgasen weltweit.

Kerry sprach von Demut. Es seien vier Jahre verloren worden, sagte er mit Blick darauf, dass die USA unter dem Präsidenten Donald Trump das Pariser Klimaschutzabkommen verlassen hatten. Biden hatte sofort nach Amtsantritt die Rückkehr des Landes in das Abkommen veranlasst. Kerry sagte, die USA versuchten klimaneutral zu werden, nicht später als 2050 - dieses Ziel hat auch die Europäische Union.

Altmaier plädierte für eine starke transatlantische Energiezusammenarbeit. Es sollten bestimmte Projekte definiert werden, etwa beim Wasserstoff. 2021 könne ein "Jahr des Aufbruchs" für den Klimaschutz werden. Es gebe eine Chance für einen großen Durchbruch und eine neue Dynamik, sagte er mit Blick auf die USA: "Wir müssen Nägel mit Köpfen machen."

Maas forderte, die 20er Jahre müssten eine Dekade der Investitionen in nachhaltige Technologien werden. Mit Blick auf das Ziel der Klimaneutralität sagte er: "Wir sind zum Erfolg verdammt."

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte die Energiewende ein Kernstück des europäischen "Green Deals". Dieser sei sogar noch wichtiger geworden in der Corona-Krise: "Jetzt ist es an der Zeit zu handeln."

Altmaier vereinbarte am Dienstag mit seinem kanadischen Amtskollegen Seamus O'Regan eine deutsch-kanadische Energiepartnerschaft, dabei geht es etwa um Wasserstoff. Ein großer Teil des Wasserstoffbedarfs in Deutschland muss künftig importiert werden. Kanada will bis 2050 einer der weltweit drei größten Produzenten von Wasserstoff werden. Der Energie-Kongress dauert bis Dienstag und wird vom Auswärtigen Amt und dem Bundeswirtschaftsministerium organisiert.