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ROUNDUP: Britisches Parlament berät über Lockdown-Maßnahmen der Regierung

·Lesedauer: 2 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Das britische Parlament berät am Mittwoch über die Lockdown-Maßnahmen der Regierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Abgeordneten unterbrechen dafür die Sitzungspause. Es wird damit gerechnet, dass das Paket der Regierung parteiübergreifend Zustimmung erhält. Die größte Oppositionspartei Labour hatte bereits vor längerer Zeit einen neuen Lockdown gefordert, um die rasant steigende Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Nun sollen die Menschen ihre Häuser nur verlassen, um einkaufen, zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte schließen, Freizeitsport ist untersagt.

Premierminister Boris Johnson, der noch am Sonntag Schulschließungen abgelehnt hatte, und seine obersten Gesundheitsexperten machten mit dramatischen Zahlen die Brisanz deutlich. "Etwa einer von 50 Menschen hat das Virus", sagte der medizinische Regierungsberater Chris Whitty am Dienstag. Hochgerechnet entspricht das zwei Prozent der Bevölkerung. Mit mehr als 60 000 neuen Fällen meldeten die Behörden zudem einen Tagesrekord. "Wenn die Menschen die Fakten betrachten, wird die überwältigende Mehrheit feststellen, dass wir keine Wahl haben", sagte Johnson mit Blick auf den Lockdown.

Der Premierminister zeigte sich "optimistisch und voller Hoffnung", dass sich die Situation bis zum Frühling verbessern werde. Whitty stimmte die Bevölkerung allerdings auf länger andauernde Restriktionen ein. Das Virus werde nicht mit dem Frühling verschwunden sein, sagte er. Nur wenn sich alle an die Abstands- und Hygieneregeln hielten und so schnell geimpft werde wie möglich, könne der Lockdown ausreichen. Die Hoffnung ist, dass außer Impfungen schließlich keine weiteren Maßnahmen mehr nötig sein werden, um das Virus zu kontrollieren. Vermutlich müssten aber auch im kommenden Winter einige Restriktionen in Kraft gesetzt werden, sagte Whitty. In der kalten Jahreszeit gedeihen Viren besonders.

Großbritannien setzt seit Montag nun zwei verschiedene Impfstoffe gegen das Coronavirus ein. Bisher hätten landesweit mehr als 1,3 Millionen Menschen eine Dosis erhalten, sagte Johnson.