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ROUNDUP/Aktien New York: Moderate Gewinne - Anleger wägen Inflationgefahr ab

·Lesedauer: 3 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt haben sich auch am Freitag angesichts weiter bestehender Unsicherheiten beim Thema Inflation nur bedingt aus dem Fenster lehnen wollen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> stieg im frühen Handel um 0,15 Prozent auf 35 976,83 Punkte. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> hielt sich mit plus 0,08 Prozent auf 4653,12 Punkte ebenso knapp in der Gewinnzone wie der technologiewertelastige Nasdaq 100 <US6311011026>. Diese notierte 0,02 Prozent im Plus bei 4653,12 Zählern.

Da sich die durchaus positiv verlaufene Berichtssaison der Unternehmen so langsam ihrem Ende entgegen neigt, richten sich die Blicke noch mehr auf die vielerorts hohe Inflation. Jede diesbezügliche Datenveröffentlichung, die über den Erwartungen liegen werde, könnte an Aktien- und Anleihemärkten zu größeren Ausschlägen führen, sagte der Chefanlagestratege von UBS Global Wealth Management, Mark Haefele, in einer Studie. Noch aber sei das Thema nicht stark genug, die Aktienmarktrally zu beenden.

So hatte der Dow Jones Industrial erst zum Wochenstart ein Rekordhoch erklommen. Auch nach den kleineren Verlusten der vergangenen Tage bleibt es in Reichweite. Allerdings belasten die Inflationsängste mittlerweile das Konsumklima in den USA. Der von der Uni Michigan erhobene Index fiel im November auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren. Das schwindende Vertrauen spiegelt "eine eskalierende Inflationsrate und die wachsende Überzeugung der Verbraucher, dass noch keine wirksamen Maßnahmen entwickelt wurden, um den Schaden der Inflation zu verringern", sagte Richard Curtin, Leiter der Umfrage.

Unter den Favoriten im Dow waren die Aktien von Johnson & Johnson <US4781601046> <US4781601046> mit einem Plus von 1,4 Prozent. Der Pharma- und Konsumgüterkonzern will sich in zwei börsennotierte Unternehmen aufspalten. Dazu soll die Konsumgütersparte unter anderem mit Pflastern und Babypuder in den kommenden 18 bis 24 Monaten abgetrennt werden, wie Konzernchef Alex Gorsky dem "Wall Street Journal" sagte. Die Pharmasparte mit rezeptpflichtigen Medikamenten und Medizintechnik wird dann übrigbleiben.

Die Aktien von Tesla <US88160R1014> fielen mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 1044,43 Dollar etwas weiter von ihrem vergangene Woche erreichten Rekordhoch bei 1243 Dollar zurück. Tesla-Chef Elon Musk hatte nach seiner aufsehenerregenden Twitter-Abstimmung in den vergangenen Aktien des E-Auto-Pioniers verkauft. Seit Wochenbeginn summiert sich deren Wert auf rund 5,7 Milliarden US-Dollar. Insgesamt ist das Unternehmen an der Börse mehr als eine Billion Dollar wert.

Neben Tesla steht auch dessen kleinerer Konkurrent Rivian <US76954A1034> im Fokus. Die Papiere legten an ihrem erst dritten Tag an der Börse weiter kräftig zu auf zuletzt 129 Dollar. Verglichen mit dem Ausgabepreis ist das ein Plus von fast zwei Dritteln. Damit bringt der Konzern mittlerweile mehr auf die Börsenwaage als der deutsche Autobauer Daimler <DE0007100000>. BMW <DE0005190003> hatte Rivian bereits am Mittwoch hinter sich gelassen. Und dabei macht Rivian bislang noch keinen nennenswerten Umsatz und schreibt rote Zahlen - erst im September brachte das Unternehmen sein erstes Elektromodell im umkämpften Pick-up-Segment heraus.

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