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ROUNDUP/Aktien New York: Dow erholt sich etwas - Kurssprung bei Merck & Co

·Lesedauer: 3 Min.

NEW YORK (dpa-AFX) - Dank eines Kurssprungs bei den Aktien von Merck & Co <US58933Y1055> hat sich der Dow Jones Industrial <US2605661048> am Freitag etwas von seinen Vortagesverlusten erholt. Der Leitindex rückte um 0,57 Prozent auf 34 037,69 Punkte vor. Angesichts des aktuelle Haushaltspokers in Washington und der derzeitigen Lieferengpässe in der Wirtschaft war das Börsenbarometer am Donnerstag noch um 1,6 Prozent abgesackt. Auf Wochensicht deutet sich ein Minus von mehr als 2 Prozent an.

Für den breiter gefassten S&P 500 <US78378X1072> ging es am Freitag um 0,30 Prozent auf 4320,40 Zähler nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> gab minimal auf 14 681,85 Punkte nach.

Am Aktienmarkt haben es die Anleger laut dem Bankhaus J.Safra Sarasin inzwischen schwerer angesichts schnell sinkender Gewinnerwartungen und steigender US-Realzinsen, die Anleihen im Vergleich zu Aktien attraktiver machen. Die US-Notenbank müsse nun sehr vorsichtig agieren, um keinen größeren Rückschlag auszulösen, erklärte der Aktienmarktstratege Wolf von Rotberg.

Mit Blick auf einzelne Branchen richtete sich die Aufmerksamkeit der Anleger am Freitag zur Gänze auf den Pharmasektor. Positive Studiendaten zu einem neuen Corona-Medikament von Merck & Co ließen die Aktien des Pharmakonzerns in die Höhe schnellen - und führen zu Kursverwerfungen bei den Papieren von Impfstoffherstellern. Auch die Anteilscheine von Merck-Konkurrenten aus dem klassischen Pharmabereich gerieten unter Druck.

Das neue Corona-Medikament von Merck & Co reduziert bei Risiko-Patienten einer klinischen Studie zufolge deutlich die Wahrscheinlichkeit sehr schwerer Verläufe. Der Konzern will sich nun so schnell wie möglich um den Einsatz in den USA bemühen und auch entsprechende Anträge bei Behörden weltweit stellen. Die Arznei wird als Pille verabreicht.

Derartig oral verabreichte Medikamente würden wahrscheinlich eine Schlüsselrolle bei der Entlastung der Krankenhäuser spielen, die aktuell Corona-Patienten behandeln, schrieb Analyst Andrew Baum von der US-Bank Citigroup. Die Aktien von Merck & Co setzten sich mit einem Plus von fast neun Prozent klar an die Dow-Spitze.

Die Aussicht auf die Markteinführung eines wirksamen Medikaments gegen das sich weltweit ausbreitende Corona-Virus ist derweil ein Schock für die Anleger, die bislang auf die Produzenten von Impfstoffen gesetzt haben. So sackten die Anteilscheine von Moderna <US60770K1079> um mehr als 14 Prozent ab und waren damit das Schlusslicht im S&P 500. Auf Jahressicht aber liegen die Papiere immer noch mehr als 200 Prozent im Plus.

Unter den weiteren Impfstoffherstellern brachen Biontech <US09075V1026> an diesem Freitag um 12 Prozent, Curevac <NL0015436031> um 14 Prozent und Novavax <US6700024010> um 16 Prozent ein. Weniger deutlich fielen die Verluste bei dem breit aufgestellten Pharmakonzern Pfizer <US7170811035> aus. Hier mussten die Aktionäre ein Minus von 1,5 Prozent verkraften.

Vor diesem Hintergrund gerieten auch die Aktien solcher Pharmaunternehmen unter Druck, die bislang Antikörper-Behandlungen für Bekämpfung von Corona entwickelt haben. So büßten Regeneron Pharmaceuticals <US75886F1075> 5 Prozent, Vir Biotech <US92764N1028> 21 Prozent und Adagio Therapeutics <US00534A1025> gar 38 Prozent ein.

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