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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax stabilisiert nach Ausverkauf

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt hat sich die Lage nach dem Kursrutsch zu Wochenbeginn stabilisiert. So erholte sich der Leitindex Dax <DE0008469008> am Dienstag um 0,41 Prozent auf 12 594,39 Punkte. Am Montag hatte er wegen der hohen Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus mehr als vier Prozent eingebüßt und war auf den niedrigsten Stand seit Anfang August abgerutscht. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsenwerte <DE0008467416> befestigte sich am Dienstag um 0,38 Prozent auf 26 599,84 Punkte.

Chefstratege Mark Haefele von der Investmentbank UBS zeigte sich trotz der hohen Verluste am Montag optimistisch. Zwar sei der Weg in sicherere Marktgefilde steinig angesichts der Coronakrise, der Präsidentschaftswahl in den USA und der Spannungen zwischen den USA und China. Anleger sollten aber kurzfristige Kursturbulenzen für den Aufbau mittel- und längerfristiger Aktienpositionen nutzen. Rückenwind verspricht sich Haefele vor allem von einem großen Konjunkturpaket in den USA.

Angesichts der wieder erhöhten Corona-Sorgen griffen die Anleger nun wieder bei den vermeintlichen Gewinnern der Coronakrise zu. So stiegen die Aktien des Essenslieferdienstes Delivery Hero <DE000A2E4K43> als bester Dax-Wert um 4,5 Prozent und die des Kochboxenversenders Hellofresh <DE000A161408> im MDax um 2,9 Prozent.

Bei den Aktien von United Internet <DE0005089031> und 1&1 Drillisch <DE0005545503> war ein Erholungsversuch angesagt. Für die United-Papiere ging es im MDax um 6,7 Prozent aufwärts und für jene der Mobilfunktochter 1&1 im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> um 4,2 Prozent. Am Montag waren beide Papiere wegen eines Streits mit Telefonica Deutschland <DE000A1J5RX9> um den Zugang zu deren O2-Netz um bis zu 28 Prozent eingebrochen.

Inmitten des Konflikts legt der Mobilfunkanbieter 1&1 Drillisch nun Hoffnung in die Bundesnetzagentur. Die United-Tochter will die anderen deutschen Netzbetreiber Deutsche Telekom <DE0005557508> und Vodafone <GB00BH4HKS39> offenbar mithilfe der Regulierungsbehörden zu neuen Verhandlungen rund um die Mitnutzung von deren Netzen bewegen. Am Tag nach dem Kursrutsch blickten ferner einige Analysten auf dem deutlich niedrigeren Kursniveau optimistischer auf United Internet.

Auch bei Grenke <DE000A161N30> bekamen die Optimisten wieder etwas Oberwasser: Die zuletzt wegen Vorwürfen eines Leerverkäufers schwer unter Druck geratenen Aktien des Leasinganbieters stiegen um 7,3 Prozent an die Spitze des MDax. Damit setzten sich die starken Schwankungen vom Montag und der vergangenen Woche fort.

Der EuroStoxx als Leitindex für die Eurozone schloss 0,10 Prozent höher bei 3164,13 Zählern. Der französische Cac 40 <FR0003500008> gab leicht nach, während der britische FTSE 100 <GB0001383545> um 0,8 Prozent zulegen konnte. Der Dow Jones Industrial <US2605661048> zeigte sich zum europäischen Handelsschluss leicht im Minus.

Am Devisenmarkt geriet der Euro <EU0009652759> wegen der steigenden Coronavirus-Infektionen in Europa unter Druck und fiel auf 1,1709 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1740 Dollar festgesetzt, der Dollar hatte damit 0,8518 Euro gekostet. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,52 Prozent am Vortag auf minus 0,53 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> stieg um 0,06 Prozent auf 145,82 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> gab am Abend um 0,13 Prozent auf 174,30 Zähler nach./bek/fba

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---