Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    17.930,32
    -24,16 (-0,13%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.955,01
    -11,67 (-0,23%)
     
  • Dow Jones 30

    37.983,24
    -475,84 (-1,24%)
     
  • Gold

    2.360,20
    -12,50 (-0,53%)
     
  • EUR/USD

    1,0646
    -0,0085 (-0,79%)
     
  • Bitcoin EUR

    59.956,88
    -2.131,19 (-3,43%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    85,45
    +0,43 (+0,51%)
     
  • MDAX

    26.576,83
    -126,35 (-0,47%)
     
  • TecDAX

    3.326,26
    -28,04 (-0,84%)
     
  • SDAX

    14.348,47
    -153,01 (-1,06%)
     
  • Nikkei 225

    39.523,55
    +80,92 (+0,21%)
     
  • FTSE 100

    7.995,58
    +71,78 (+0,91%)
     
  • CAC 40

    8.010,83
    -12,91 (-0,16%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.175,09
    -267,10 (-1,62%)
     

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Kursgewinne im Sog von Bankhilfen und EZB

FRANKFURT (dpa-AFX) -Die Beruhigung der Lage im Bankensektor hat die Erholung des deutschen Aktienmarktes am Freitag weiter angetrieben. Der Dax DE0008469008 knüpfte am Freitag an seine jüngste Erholung an: Am Ende der ersten Handelsstunde stieg er um 0,74 Prozent auf 15 078,42 Prozent. Der Leitindex kehrte damit über die psychologisch wichtige Marke von 15 000 Punkte zurück.

Vor dem Wochenende wirkten die Notenbankhilfen für die angeschlagene Schweizer Großbank Credit Suisse sowie der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter nach, der für eine positive Reaktion an den Finanzmärkten gesorgt hatte. Die Währungshüter hatten sich im Kampf gegen die hohe Inflation von Problemen der Bankenbranche nicht beirren lassen. Nach den Hilfen für die Credit Suisse sorgte in den USA eine milliardenschwere Unterstützung für die US-Regionalbank First Republic durch die größten amerikanischen Geldhäuser für Erleichterung.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmenswerte relativierte seine Gewinne mit 27 109,05 Punkten auf zuletzt 0,23 Prozent. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 als Leitindex der Eurozone zeigte sich freundlich mit plus 0,82 Prozent auf 4150,74 Zähler.

Nach äußerst turbulenten Handelstagen steht für den deutschen Leitindex im bisherigen Wochenverlauf allerdings immer noch ein Minus von mehr zwei Prozent zu Buche. Die Schieflage einiger kleinerer US-Banken und die Sorgen um Finanzkraft der Schweizer Credit Suisse CH0012138530 hatten schwer auf der Stimmung gelastet und für reichlich Kurskapriolen gesorgt.

WERBUNG

"Alarmiert, aber nicht irritiert" sei die Reaktion der EZB auf die jüngsten Hiobsbotschaften aus der Bankenwelt gewesen, schrieb Gebhard Stadler, Ökonom bei der Landesbank BayernLB. Trotz der Turbulenzen im Bankensektor seien die Euro-Notenbanker nicht von ihrem angekündigten Kurs abgewichen. Die Währungshüter hatten bei ihrer jüngsten Sitzung - wie zuvor signalisiert - den Leitzins um weitere 0,5 Prozentpunkte angehoben und ihren entschlossenen Kampf gegen die Inflation betont.

Auf weitere Zinsschritte für die Zukunft hatte sich die EZB indes nicht festgelegt. Das dürfte am Vortag auch die Anleger an den Aktienmärkten überzeugt haben, die trotz der kräftigen Zinsanhebung deutlich ins Plus gingen. Auch steigt inzwischen die Hoffnung auf eine ebenfalls gemäßigtere Gangart der US-Notenbank Fed.

Im Tagesverlauf könnte noch der sogenannte große Verfall für Ausschläge der Aktienindizes sorgen. Gegen Mittag verfallen an der Termin- und Derivatebörse Eurex Optionen und Terminkontrakte auf den Dax und den Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145. Investoren versuchen zu den Verfallterminen, die Indizes in die für ihre Marktposition günstige Richtung zu bewegen. Daher kommt es oft zu unvermittelten Kurskapriolen. Nach Einschätzung von Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners könnte für den Dax die runde Marke von 15 000 Punkten im Fokus stehen.

Auf Unternehmensseite profitierten die Banken mit deutlichen Kursgewinnen von der wieder verbesserten Stimmung für den Sektor. Darüber hinaus bergen höhere Leitzinsen für die Institute auch die Chance auf höhere Erträge. Deutsche Bank DE0005140008 und Commerzbank DE000CBK1001 zählten mit Aufschlägen von bis zu 2,2 Prozent zu den gefragten Werten im Dax.

Ein angehobener Ausblick des Konkurrenten Fedex US31428X1063 stützte derweil die Aktien der Deutschen Post DE0005552004, die um 2,7 Prozent anzogen. Der US-Konzern hatte trotz eines schwierigen Geschäftsquartals seinen Ausblick kräftig angehoben. Fedex habe seine Ziele allerdings dank erfolgreicher Sparanstrengungen verbessert, sagte ein Händler. Die Auswirkungen auf die Post hält er daher für begrenzt.

Aktien des Aromen- und Duftstoffeherstellers Symrise DE000SYM9999 waren mit plus 2,2 Prozent ebenfalls gefragt nach einem positiven Kommentar von Goldman Sachs. Die Experten der US-Investmentbank stuften die Papiere hoch und gaben ein Kaufvotum aus, das Kursziel hoben sie um einen Euro auf 117 Euro an.

Vonovia DE000A1ML7J1-Anteile pendelten in der Frühe zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten. Der Immobilienkonzern hatte zwar am Vorabend nachbörslich mit seinen Jahreszahlen wie von vielen befürchtet eine kräftige Dividendenkürzung verkündet und einen Gewinnrückgang für 2023 signalisiert, allerdings hatten die Papiere im Vorfeld der Bilanz schon mit dem Sektor deutlich nachgegeben. Auch könnten einige Anleger erleichtert sein, dass der Konzern überhaupt noch Geld ausschüttet. Die Branchenmitglieder LEG DE000LEG1110 und Grand City Properties LU0775917882 etwa haben ihre Dividenden ganz ausgesetzt.

Zudem zeigten sich die Stahlwerte stark. Aurubis DE0006766504 und Thyssenkrupp DE0007500001 im MDax sowie Salzgitter im SDax DE0009653386 verteuerten sich um 2,6 bis 4 Prozent. Börsianer verwiesen auf den Ausblick des US-Konzerns United States Steel US9129091081 für das laufende erste Quartal, die Experten von Jefferies sprachen von einem optimistischen Ausblick.