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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax setzt Rekordserie fort

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Donnerstag den vierten Handelstag in Folge ein Rekordhoch erreicht. In den ersten Handelsminuten stieg der Leitindex bis auf 14 578 Punkte. Dann ließ der Schwung aber schnell nach, zuletzt stand der Leitindex prozentual unverändert bei 14 540,58 Punkten. Der MDax <DE0008467416> dagegen stieg um 0,59 Prozent auf 31 756,79 Zähler und der EuroStoxx <EU0009658145> gewann 0,30 Prozent.

"Der deutsche Leitindex eilt aktuell von Hoch zu Hoch", sagte der Charttechniker Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel. Durch den jüngsten Aufwärtsschwung sei das charttechnische Bild überaus freundlich. Er sieht die weitere Bestmarke als "Durchgangsstation" in Richtung der 15 000-Punkte-Marke.

Das lange erwartete gewaltige Konjunkturpaket von US-Präsident Joe Biden zur Bewältigung der Corona-Krise ist mittlerweile beschlossene Sache. Was Inflationssorgen betrifft, reagieren die Märkte auch erleichtert darauf, dass eine negative Überraschung bei den US-Inflationszahlen am Vortag ausblieb. Der Fokus wechselt nun am Donnerstag auf die Europäische Zentralbank (EZB) und ihre Zinsentscheidung.

Laut der LBBW wird die Notenbank an den Rahmenbedingungen ihrer Geldpolitik wohl nichts ändern. "Die Sitzung des EZB-Rats dürfte aber alles andere als ein Routinetermin werden", ergänzt LBBW-Experte Uwe Streich. Er erwartet ein Statement, dass die Notenbank willens ist, das Volumen ihrer Anleihekäufe über das bisherige Durchschnittsniveau hinaus anzuheben, um so die Renditen tendenziell wieder zu drücken. Höhere Zinsen gelten als größte Sorge im aktuellen Börsenumfeld.

Auf Unternehmensseite gab es am Donnerstag einmal mehr diverse Zahlenvorlagen. Die Aktien von K+S <DE000KSAG888> konnten sich nach einem Kurseinbruch am Vortag ein Stück weit erholen, im frühen Handel ging es um zuletzt ein Prozent bergauf. Schwache Eckdaten und enttäuschende Ziele für 2021 waren schon bekannt, nun wurde den Aktionären fürs vergangene Jahr auch die Dividende gestrichen.

Schwach zeigten sich im Frühhandel die Aktien von Lanxess <DE0005470405>. Sie verloren 3,7 Prozent an Wert, nachdem sie am Vortag auf ein Hoch seit 2018 gestiegen waren. Es wurde damit vorerst nicht zum neuen Kurstreiber, dass der Chemiekonzern zuversichtlich in das neue Jahr geht. Börsianer stellten fest, dass der Mittelwert der diesjährigen Zielspanne für den operativen Gewinn (Ebit) leicht unter den Markterwartungen liege.

Darüber hinaus berichtete Hugo Boss <DE000A1PHFF7> vom vergangenen Jahr. Anders als vorbörslich erwartet sackten die Aktien um 2,8 Prozent ab und erreichten zeitweise ein Tief seit Anfang März. Börsianer bewerteten das Ergebnis im vierten Quartal als schwach und den Ausblick als vorsichtig oder unpräzise, was aber in Zeiten der Corona-Unsicherheit auch nicht vollkommen überrasche.

Besser war die Stimmung der Anleger bei Hannover Rück <DE0008402215>. Hier legten die Aktien nach endgültigen Zahlen um 1,4 Prozent zu. Eine gestrichene Sonderdividende enttäuschte die Anleger damit nicht.

Ansonsten waren die Kursbewegungen wie zuletzt von Branchenpräferenzen geprägt. Im derzeit schwankungsreichen Technologiesektor erholten sich die Aktien von Infineon <DE0006231004> an der Dax-Spitze um drei Prozent von ihrem verlustreichen Vortag. Die zuletzt als Zykliker favorisierten Banken- und Autowerte waren dagegen nun unter den Verlierern. Papiere der Deutschen Bank oder von Volkswagen <DE0007664039> büßten bis zu 1,7 Prozent ein.