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ROUNDUP 2: Warnstreiks in Köln/Bonn und Düsseldorf - Etliche Flüge fallen aus

(neu: Zahlen zu Ausfällen in Köln/Bonn in Absatz 1)

KÖLN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Warnstreiks bringen am Montag den Luftverkehr in Köln/Bonn und Düsseldorf in weiten Teilen zum Erliegen. Der Flughafen Düsseldorf rechnet (Stand Sonntag) mit fast 200 gestrichenen Starts und Landungen. Weitere Flüge werden auf andere Flughäfen umgeleitet oder auf den Folgetag verschoben. In Köln geht man davon aus, dass von 136 geplanten Passagierflügen zwischen Montagmorgen (6.00 Uhr) und Dienstagmorgen (6.00 Uhr) 131 ausfallen werden. Passagiere wurden gebeten, sich vor ihrer Anreise bei ihrer Fluggesellschaft oder dem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand ihres Fluges zu informieren. Auch in Düsseldorf soll der Warnstreik in der Nacht zum Dienstag enden.

Aufgerufen dazu haben die Gewerkschaften Verdi und Komba. Hintergrund sind die Verhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sowie die bundesweiten Verhandlungen für die Beschäftigten der Luftsicherheit. "Die Beschäftigten machen mit den Streiks gemeinsam Druck auf die jeweiligen Arbeitgeber, weil in den bisherigen Verhandlungen im öffentlichen Dienst kein akzeptables Angebot unterbreitet wurde", erklärte Andrea Becker, Landesfachbereichsleiterin von Verdi NRW.

In Köln sollte bereits am späten Sonntagabend die Arbeit niedergelegt werden. Aufgerufen seien zunächst die Beschäftigten der Luftsicherheit, sagte Verdi-Sekretär Özay Tarim - also Mitarbeiter in der Personal- und Warenkontrolle sowie der Frachtkontrolle. "Auf die ganze Abwicklung im Frachtbereich wird das große Auswirkungen haben." Der Kölner Flughafen ist ein wichtiger Umschlagplatz für Pakete aus der ganzen Welt.

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Der Düsseldorfer Flughafen will in jedem Fall einen Notbetrieb aufrechterhalten. Mit den Gewerkschaften seien dazu Notdienstvereinbarungen getroffen worden. Es gehe nicht zuletzt um Ambulanz- und Hilfsgüterflüge.

In Köln hatte es in den vergangenen Tagen auch juristische Auseinandersetzungen zwischen dem Flughafen und Verdi um die Besetzung der wichtigen Flughafenfeuerwehr gegeben. Am Ende einigten sich beide Seiten darauf, dass sie während des Warnstreiks 24 Mitarbeiter im Notdienst umfassen muss.

Neben den beiden wichtigsten Flughäfen in NRW soll es im bevölkerungsreichsten Bundesland am Montag auch Warnstreiks in vielen weiteren Bereichen des öffentlichen Lebens geben, etwa bei Bussen und Stadtbahnen, in Kindertagesstätten und Ämtern. Auch mehrere Kundgebungen sind geplant.