Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.169,98
    -93,13 (-0,61%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.080,15
    -27,87 (-0,68%)
     
  • Dow Jones 30

    34.580,08
    -59,71 (-0,17%)
     
  • Gold

    1.782,10
    +21,40 (+1,22%)
     
  • EUR/USD

    1,1317
    +0,0012 (+0,10%)
     
  • BTC-EUR

    41.905,73
    -8.946,50 (-17,59%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.367,14
    -74,62 (-5,18%)
     
  • Öl (Brent)

    66,22
    -0,28 (-0,42%)
     
  • MDAX

    33.711,12
    -63,31 (-0,19%)
     
  • TecDAX

    3.759,02
    -14,20 (-0,38%)
     
  • SDAX

    16.054,71
    -175,92 (-1,08%)
     
  • Nikkei 225

    28.029,57
    +276,20 (+1,00%)
     
  • FTSE 100

    7.122,32
    -6,89 (-0,10%)
     
  • CAC 40

    6.765,52
    -30,23 (-0,44%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.085,47
    -295,85 (-1,92%)
     

ROUNDUP 2: US-Arbeitsmarkt überrascht positiv - Löhne steigen

·Lesedauer: 2 Min.

(Neu: Analysten-Stimmen)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Arbeitsmarkt hat im Oktober mit einer positiven Entwicklung überrascht. Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück, während die Beschäftigung deutlich anstieg. Die US-Notenbank dürfte sich in ihrem Kurs bestätigt sehen, ihre extrem lockere Geldpolitik etwas zurückzufahren. Analysten verwiesen jedoch kritisch auf den anziehenden Lohnauftrieb.

Die US-Wirtschaft schuf außerhalb der Landwirtschaft 531 000 Arbeitsplätze, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem geringeren Zuwachs von im Schnitt 450 000 Stellen gerechnet. Zudem wurde der Stellenaufbau in den beiden Vormonaten um insgesamt 235 000 Jobs nach oben korrigiert. In der Corona-Krise war der Arbeitsmarkt zeitweise eingebrochen, mittlerweile hat er sich aber wieder deutlich erholt. Von Vollbeschäftigung, wie vor Ausbruch der Krise, ist der Jobmarkt aber noch weit entfernt.

Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück. Die Arbeitslosenquote fiel gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf nur 4,7 Prozent gerechnet. Die Zahl der Arbeitslosen fiel laut Ministerium auf 7,4 Millionen. Das sind wesentlich weniger, als nach dem Übergriff der Corona-Pandemie auf die USA verzeichnet wurden. Das Vorkrisenniveau ist aber noch nicht erreicht: Im Februar 2020 hatte die Arbeitslosenquote 3,5 Prozent betragen. Das entsprach damals etwa 5,7 Millionen Arbeitslosen.

Die Löhne stiegen unterdessen wie erwartet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent, zum Vorjahresmonat stiegen sie um 4,9 Prozent. Das Lohnwachstum hat sich in den vergangenen Monaten spürbar beschleunigt.

Bankvolkswirte bewerteten die Zahlen überwiegend positiv, verwiesen aber auch auf die anziehende Lohnentwicklung. Der Stellenaufbau sei ein ermutigendes Zeichen für die US-Wirtschaft, erklärte Michael Pearce vom Analysehaus Capital Economics. Negativ hob er hervor, dass immer noch viele Menschen dem Arbeitsmarkt fern blieben, was zu steigendem Lohnauftrieb führe.

"Die Arbeitsmarktlage verbessert sich weiter deutlich", erklärte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Er verwies ebenfalls auf zunehmende Knappheiten am Arbeitsmarkt. "Mithin ist auch der Lohnanstieg im Hinblick auf die Ausrichtung der Fed-Politik kritisch zu werten."

Die US-Notenbank hatte am Mittwoch angekündigt, ihre zur Konjunkturbelebung aufgelegten Wertpapierkäufe schrittweise zu verringern. Von Zinsanhebungen will sie aber noch absehen. "Die Zinserhöhungserwartungen könnten wieder Fahrt aufnehmen, ungeachtet der Beteuerungen der Fed, dass die Zeit für Zinserhöhungen noch nicht reif sei", sagte Umlauf.

Der Euro <EU0009652759> geriet nach den Daten zum Dollar unter Druck und die Aktienmärkte verzeichneten deutliche Kursgewinne. Der Dax <DE0008469008> kletterte auf ein neues Rekordhoch. Auch in den USA verzeichneten die wichtigsten Aktienindizes Rekorde.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.