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Rocket Internet bereitet drei weitere Spacs vor

Lisa Ksienrzyk
·Lesedauer: 2 Min.
Seinen Inkubator hat Oliver Samwer wieder von der Börse genommen. Spacs listet er aber zu genüge.
Seinen Inkubator hat Oliver Samwer wieder von der Börse genommen. Spacs listet er aber zu genüge.

Vor gerade einmal sechs Wochen hat Oliver Samwer seine neueste Firma an die Börse gebracht: Rocket Internet Growth Opportunities. Ein Spac, der ein Tech-Unternehmen aufkaufen und es so zur Börsenlistung verhelfen will. Mit dieser leeren Firmenhülle macht sich der Berliner VC gerade auf die Suche nach Übernahmekandidaten, bestenfalls außerhalb der USA.

Parallel arbeitet Rocket Internet schon an weiteren Spacs. Ende April hat Samwer drei neue Firmenhüllen in Luxemburg registriert. Sie laufen unter den Namen European Growth Opportunities Spac 1, 2 und 3. Im Vorstand der Spacs sitzen Chef Oliver Samwer, der zweite Rocket-Vorstand Soheil Mirpour, Arnd Lodowicks, Vice President des Inkubators und Geschäftsführer von Global Founders Capital, sowie Julien De Mayer. De Mayer war früherer Rechtsberater von Rocket Internet in Luxemburg, wechselte dann zum Scooter-Startup Circ und baut laut Linkedin gerade selbst ein Fintech in der Steueroase auf.

Mehr ist über die neuen Samwer-Spacs nicht bekannt. Den Namen nach zu urteilen, könnten hochfinanzierte europäische Startups das Übernahmeziel sein. Mit seinem ersten Börsenmantel hat Rocket 210 Millionen Euro beim IPO eingenommen. Zwar 30 Millionen Euro weniger als anfangs angekündigt, aber das Interesse nach einem schnellen Weg an die Börse scheint auf Gründerseite hoch zu sein.

Ein Dutzend Spacs an der Deutschen Börse

Auch die Deutsche Börse erwartet im laufenden Jahr Rückenwind durch Spacs. „Ich rechne damit, dass wir in Frankfurt in diesem Jahr bis zu einem Dutzend Listings von Börsenmänteln sehen könnten“, sagte Deutsche-Börse-Manager Peter Fricke dem Handelsblatt. „Unsere Pipeline für Börsengänge ist grundsätzlich gut gefüllt.“ EU-weit erwarte er, dass im laufenden Jahr insgesamt 15 bis 30 Special Purpose Acquisition Companies erstmals notiert werden.

Das Verfahren verbreitet sich zunehmend in den USA. Dieser Boom sei unter anderem auf die Risikofreude amerikanischer Anleger zurückzuführen, sagte Fricke. „Ich sehe aber Potenzial, dass sich das Spac-Geschäft auch in Europa gut entwickelt – wenn auch in einer anderen Größenordnung.“ Bisher sind drei solche Mantelgesellschaften auf dem Weg an die Frankfurter Börse. Lakestar und 468 Capital haben ihre Börsenhüllen bereits gelistet.

Mit Material von Reuters