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Richard David Precht zu Corona-Shutdown: „Wir haben offenkundig überreagiert“

·Lesedauer: 12 Min.

Der Philosoph spricht im Interview über den Kampf gegen Corona, die Lügen des Silicon Valley und die Frage, warum es keinen zweiten Shutdown geben wird.

Der Philosoph Richard David Precht mahnt, es mit den Pandemie-Maßnahmen nicht zu weit zu treiben: „Angesichts von derzeit wenigen Hundert Menschen, die in Deutschland wirklich mit Corona zu kämpfen haben, muss man sich schon überlegen, wie weit man das gesamte öffentliche Leben weiterhin so einschränken sollte“, sagte er im Interview mit dem Handelsblatt.

Man habe „ganz offenkundig in Teilen überreagiert“, so der 55-Jährige, der überdies davon ausgeht, dass es „keinen zweiten Shutdown geben wird. Das können wir gar nicht bezahlen, wenn wir sehen, wie schon der erste die Weltwirtschaft an den Rand des Ruins getrieben hat“, so Precht.

„An – oder zumindest mit – Corona“ seien mittlerweile zwar global über 400.000 Menschen gestorben. „In der gleichen Zeit verhungerten aber auch einige Millionen Menschen. Damit will ich nichts aufrechnen, sondern nur sagen: Es geschahen und geschehen auf unserem Planeten noch schlimmere Dinge als Corona“, so Precht, der sich zugleich wünscht, dass man das seiner Ansicht nach weitaus dramatischere Problem des Klimawandels nicht aus den Augen verliert.

Er würde sich schon freuen, wenn „nur zehn Prozent der Corona-Rigorosität künftig einer besseren Ökopolitik zugutekäme. Wir hätten sofort einen gesünderen Planeten.“ Seiner Ansicht nach müssten das nun die Grünen fordern, die aber „politisch die größte Enttäuschung der ganzen Seuche“ seien. Precht gegenüber dem Handelsblatt: „Ich bin entsetzt darüber, wie rasant sich diese Partei selbst entzaubert.“

Vielen Menschen und Branchen gehe es „jetzt wirklich schlecht. Da finde ich auch den Beifall für Krankenschwestern oder Altenpfleger deplatziert, wenn wir nach solchen in jeder Hinsicht billigen Sympathiebekundungen bald wieder zur Tagesordnung übergehen – ohne endlich mal deren Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Löhne zu erhöhen“.

Auch die Tech-Riesen will der Philosoph zur Kasse bitten: „Wenn der Staat jetzt gigantische Rettungspakete schnürt, sollte er auf der anderen Seite endlich die Steuern für die großen Onlineprofiteure erhöhen. Ansonsten sterben unsere Städte und mit ihnen der Gemeinschaftsraum, der Gemeinsinn und die Demokratie.“

Lesen Sie hier das ganze Interview:

Herr Precht, als wichtigste Corona-Fachleute kommen derzeit Virologen zu Wort, allenfalls noch Ökonomen. Wo bleibt die Philosophie?
Ach, die macht sich schon bemerkbar. Vor allem die Leute, die in den unterschiedlichsten Ethikkommissionen sitzen, werden nun öfter um Orientierung gebeten als sonst.

Was bedeutet Corona für Sie und Ihr Fachgebiet?
Meine verblüffendste Erkenntnis war anfangs: Interessant, was Staaten alles können, wenn sie nur wollen! Im Fall Klimawandel werden die Ratschläge der Experten von der Politik ja allenfalls als Empfehlungen betrachtet, die sich eh nicht umsetzen lassen. Bei Corona wurde eigentlich alles realisiert, was sich die Fachleute, hier die Virologen, nur wünschen konnten. Innerhalb kürzester Zeit wurden auch drastischste Schritte ermöglicht …

… bis hin zur Einschränkung von Grundrechten. Für den früheren Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, sind nicht die derzeitigen Lockerungsmaßnahmen begründungspflichtig, sondern die Freiheitsbeschränkungen davor …
… die als Maßnahmen gegen den Klimawandel sicher niemand gefordert hätte, ja. So weit wären wohl selbst hartgesottene Naturschützer nicht gegangen. Dabei werden der irreversiblen Ökokatastrophe weit mehr Menschen zum Opfer fallen als Corona.

Warum blicken wir überhaupt so hysterisch auf ein Virus, das sicher nicht das Gefahrenpotenzial von Pest oder Pocken hat – und die viel größeren Probleme blenden wir geschickt aus?
Bei Corona sah es ja zumindest so aus, als sei man nach zwei Monaten mit dem Thema Shutdown durch. Wegen des Klimawandels müssen dagegen komplette Geschäftsmodelle und Branchen existenziell hinterfragt werden. Und Zyniker glauben weiterhin, der Klimawandel treffe die Richtigen, und in Afrika sind die Menschen doch immer schon wie die Fliegen gestorben. Anders plötzlich bei Corona: Das Virus kann uns alle auch in Deutschland erwischen – zumindest theoretisch. Es besteht eine – wenn auch nur winzige – Möglichkeit, dass ich persönlich an Corona sterbe. Das macht vielen Angst.

Was erhoffen Sie sich nun?
Dass nur zehn Prozent der Corona-Rigorosität künftig einer besseren Ökopolitik zugutekäme. Wir hätten sofort einen gesünderen Planeten. Eigentlich müssten das die Grünen jetzt fordern, aber die sind, ehrlich gesagt, politisch die größte Enttäuschung der ganzen Seuche.

Gerade waren deren Beliebtheitswerte noch gigantisch
… weil sie so angenehm unkonkret waren. Jetzt müssten sie mutige Forderungen stellen, weil nur große Forderungen der verheerenden Situation unseres Planeten angemessen sind. Aber da kommt nach wie vor viel zu wenig Konkretes. Ich bin entsetzt darüber, wie rasant sich diese Partei selbst entzaubert.

Es stellen sich derzeit viele ganz große Fragen, etwa: Wie weit muss oder darf die Freiheit aller dem Schutz weniger untergeordnet werden? Wie stark bleibt der Staat nach Corona? Wie viel Sicherheit können wir uns künftig noch leisten?
Es wird jedenfalls keinen zweiten Shutdown geben. Das können wir gar nicht bezahlen, wenn wir sehen, wie schon der erste die Weltwirtschaft an den Rand des Ruins getrieben hat. Man hat ganz offenkundig in Teilen überreagiert. Im Kampf gegen das Virus waren wir alle ja auch erstaunlich schnell bereit, auf vieles zu verzichten – auch die, die beim Klimawandel auf gar nichts verzichten wollen. Der Unterschied ist halt: Die Corona-Maßnahmen galten dem Schutz der Großeltern, der Kampf gegen den Klimawandel gilt dem Schutz unserer Enkel.

Hat es Sie erschreckt oder neidisch gemacht, zu sehen, welche Revolutionen ein schlichtes Virus anzetteln kann?
Ein bisschen Neid habe ich verspürt, ja. Erschreckt hat mich ein wenig, dass die in der Krise am härtesten auftretenden Politiker den größten Beifall bekamen.

Sind wir womöglich doch ein Volk von Untertanen, wenn auch vielleicht unter anderen Vorzeichen als in früheren Zeiten?
Es war zumindest interessant, zu sehen, wie begeistert die landesväterliche Health-and-Order-Politik eines Markus Söder angenommen wurde. Fairerweise muss man sagen, dass der Freistaat Bayern mit seiner Nähe zu Österreich anfangs auch besonders gefährdet war.

Die Schriftstellerin Juli Zeh sieht uns auf dem Weg in eine Gesundheits- oder Selbstoptimierungs-Diktatur. Hat sie recht?
Ich bin mir mit ihr einig, dass es diesen Trend zur totalen Selbstoptimierung beim Einzelnen durchaus gibt – aber ich erlebe ihn nicht als staatliches Ziel. Unsere Demokratie scheint mir nicht gefährdet.

In Ihrem neuen Buch „Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens“ findet sich der schöne Satz: „Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst, aber nicht im biologischen, sondern im existenziellen Sinn.“ Klingt ein bisschen wie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, der schon sagte, man könne nicht alles der Sicherheit unterordnen. Selbst das Grundrecht auf Leben sei „kein absoluter Wert“ …
… und er sprach mir damit aus der Seele. Unantastbar ist die Würde des Menschen – und die besteht nicht nur in seiner Gesundheit! Manchen Politikern dagegen scheint die Rückkehr in den demokratischen Normalbetrieb schwer zu fallen – auch weil sie mit ihrer harten Hand im Ausnahmezustand so beliebt wurden. Es sind am Ende alles Ermessensfragen. Angesichts von derzeit wenigen Hundert Menschen, die in Deutschland wirklich mit Corona zu kämpfen haben, muss man sich schon überlegen, wie weit man das gesamte öffentliche Leben weiterhin so einschränken sollte.

Die neue Koalition der Proteste gegen den Shutdown wirkt unübersichtlich und reicht von weit rechts bis links, von skurrilen Verschwörungstheoretikern bis zu Impfgegnern. Fühlen Sie sich in diesem Schmelztiegel wohl?
Ich fühle mich da nicht entfernt zugehörig. Es ist doch absurd, dass man sofort mit den größten Schwachmaten in einen Topf geworfen wird, nur weil man auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Grippeepidemien hinweist. Richtig ist, dass es gegen Grippe einen Impfstoff gibt und dass Grippepatienten selten im Krankenhaus sterben. Richtig ist aber auch, dass nach Angaben des Robert Koch-Instituts im Winter 2017/18 in Deutschland 25.000 Menschen an der Grippe gestorben sein sollen. Richtig ist, dass wir Schutzmaßnahmen gegen Corona getroffen haben und damit die Zahl der Toten verringern konnten. Aber was werden wir bei der nächsten harten Grippe tun?

Was macht das alles mit einer Gesellschaft?
Ich denke, dass die Zahl derer steigen wird, die noch mehr Angst vor irgendeiner Art von Ansteckung oder Krankheit haben. Andere sind das Masken-Theater mittlerweile einfach leid und scheinen sich nun ihre Freiheit durch Verweigerung zurückholen zu wollen.

Das Einzige, was derzeit in Deutschland noch exponentiell wächst, sind Angst und Missmut der Bevölkerung. Brauchen wir womöglich eine Post-Corona-Ethik?
Wir haben die biologische Verletzlichkeit des Menschen zu lange aus dem Blick verloren und hielten uns für unangreifbar. Wenn sich das nun ändern würde, auch im Bezug auf den Klimawandel und die Tatsache, dass wir uns wieder mehr als Teil dieser Natur begreifen könnten, der wir unsere Existenz letztlich verdanken, würde es mich freuen.

Unsere Antwort auf Corona kann jedenfalls nicht sein, uns zu Hause zu verbarrikadieren.
Nein. Unsere Antwort sollte es sein, die Lebensbedingungen generell zu verbessern. Wir müssen unsere Gesundheitssysteme vorbereiten, klar. An – oder zumindest mit – Corona sind mittlerweile global über 400.000 Menschen gestorben. In der gleichen Zeit verhungerten aber auch einige Millionen Menschen. Damit will ich nichts aufrechnen, sondern nur sagen: Es geschahen und geschehen auf unserem Planeten noch schlimmere Dinge als Corona.

Sie schreiben: „Das Virus weckt die Welt aus ihrem technotopischen Schlummer.“ Ist nicht das Gegenteil der Fall? Allerorten wird gefeiert, dass Corona die Digitalisierung jetzt kathartisch befeuere.
Wenn die Digitalisierung dafür sorgt, dass die Zahl der Berufspendler zurückgeht, immer mehr Menschen eigenverantwortlich im Homeoffice arbeiten können, viele Konferenzen schon aus Umweltgesichtspunkten eher im Internet stattfinden, dann halte ich das für großartig. Im Bildungssystem ist dagegen vieles Murks, was unter dem Deckmantel der Digitalisierung als vermeintliche Innovation daherkommt.

Zum Beispiel?
Es wird oft nur darüber diskutiert, welche Geräte der Nachwuchs braucht. Das sind Hardware-Antworten auf Software-Fragen. Wir sprechen zu wenig übers Lernen an sich, über Inhalte, und viel zu viel über Technik.

Mit den sogenannten Post- und Transhumanisten des Silicon Valleys, die einen technologisch verbesserten Übermenschen herbeiphilosophieren, gehen Sie hart ins Gericht. Genau die werden doch nun noch mehr Zulauf bekommen, oder?
Sie meinen, weil ein teilweise oder komplett künstlicher Körper nicht infiziert werden kann – allenfalls von Computerviren?

Klingt nach Hollywood-Dystopien wie bei „Ghost in the Shell“, wo das einzig Natürliche an Scarlett Johansson noch ihr Gehirn war. Die Tech-Apologeten wollen unseren Geist immun machen gegen Viren und andere körperliche Zumutungen, sie versprechen Unsterblichkeit. Könnte vielen Menschen jetzt mehr denn je gefallen.
Ich könnte mir vorstellen, dass daraus neue Geschäftsfelder entstehen rund um die schon zu beobachtenden körperlichen Optimierungsprozesse. Ob sie die Menschen glücklicher machen werden, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Die Silicon-Valley-Denke, dass wir unvollständige Maschinen sind und nicht die Maschinen unvollständige Menschen, hat doch längst gewonnen, oder?
Da bin ich mir nicht so sicher. Der wahre Fortschritt der Menschheit funktioniert dialektisch. Auch brutalste Umwälzungen, wie die erste industrielle Revolution, wurden ja domestiziert und zivilisiert und brachten nur dadurch einen enormen Zuwachs an menschlicher Lebensqualität. Die Heilsversprechen der Silicon-Valley-Jungs – und es sind ja bezeichnenderweise fast nur Männer – wirken dagegen esoterisch und fad. Raumstationen und Silizium-Gehirne sind allenfalls was für Nerds. Die meisten können damit nichts anfangen. Ich merke das auf den vielen Digitalkonferenzen, auf denen ich mich bewege: Vorträge über unsere Zukunft als Cyborgs werden eher achselzuckend zur Kenntnis genommen. Diese Zukunft lockt nicht, sie ist im Grunde längst Geschichte.

KI ist im menschlichen Sinne eigentlich dumm – und wird es noch lange bleiben. Sie hat keine Kultur, keine Kreativität, keine Gefühle. Sie hat weder mit Verstand noch Vernunft zu tun. Warum beschäftigt sie uns dennoch so grundsätzlich – euphorisch gefeiert von den einen, entsetzt gefürchtet von den anderen?
Weil sie wie jedes Handwerkszeug gute und schlechte Seiten hat: Mit einem Hammer kann ich Nägel einschlagen oder einen Kopf. KI kann mir stupide Arbeiten abnehmen oder das Leben – wenn ihr zum Beispiel moralische Standards programmiert werden, wie es nicht nur beim autonomen Fahren immer wieder diskutiert wird. Sittliches Handeln hat übrigens nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit Vernunft. Intelligenz an sich ist weder ethisch noch unethisch.

Werte und Moral seien etwas sehr Individuelles, schreiben Sie. Deshalb seien sie auch nicht programmierbar. Dann ist doch eigentlich alles klar, oder? Wir lassen die Maschinen die stumpfsinnigen Rechenarbeiten für uns erledigen und schreiben nur noch Gedichte und malen Mandalas aus.
Besser als ein Leben lang volloptimiert in Raumkapseln herumzufliegen …

Energieverbrauch, Umweltzerstörung, Klimawandel – den Tech-Philosophen sei der Zustand der Erde letztlich egal, schreiben Sie. „Techno-Visionen und Ökologie – es ist die Kluft, der Graben unserer Zeit.“ Lässt sich da noch was versöhnen?
Es muss versöhnt werden! Wir haben derzeit einen enormen Energie- und Ressourcenverbrauch gleichermaßen. Die Frage ist in beiden Feldern: Kriegen wir noch rechtzeitig die Kurve? Da höre ich von Tech-Riesen wie Google allenfalls: KI löst alle Probleme der Welt! Aber welche denn bitte ganz konkret? Kriege, Hunger, Krankheiten? Bisher kam da nicht viel außer einer besseren Kühlung der Server-Farmen.

Ein Etikettenschwindel?
Ja, einer der größten. Getoppt vielleicht nur von dem Glauben, dass alle technische Entwicklung exponentiell sei.

Stimmt es, dass Sie persönlich die Stille im Shutdown als eher wohltuend empfanden?
Ja, ich konnte viel und konzentriert schreiben und mehr Sport machen als zuvor. Ich habe aber weder Angehörige, die von Corona betroffen waren noch kleine Kinder, um die ich mich den ganzen Tag kümmern muss. Es ist ja eh überraschend, wie viele Menschen es mit ihrem eigenen Nachwuchs kaum aushalten konnten …

… oder mit ihren Ehepartnern …
… was aufs Gleiche hinausläuft. Corona wird wohl nicht die Geburtenrate befeuern, sondern die Zahl der Scheidungen.

Was verlieren Sie persönlich an Einnahmen durch den Shutdown?
Ziemlich viel, da ich derzeit keine Vorträge halten kann. Aber es gibt Schlimmeres, ich bin privilegiert, schon weil ich mir keine Sorgen machen muss, dass mein Job morgen weggespart wird. Vielen Menschen und Branchen dagegen geht es jetzt wirklich schlecht. Da finde ich auch den Beifall für Krankenschwestern oder Altenpfleger deplatziert, wenn wir nach solchen in jeder Hinsicht billigen Sympathiebekundungen bald wieder zur Tagesordnung übergehen – ohne endlich mal deren Arbeitsbedingungen zu verbessern und die Löhne zu erhöhen.
Ökonomen sind sich einig, dass die Welt wegen Corona gerade in die tiefste Rezession seit der Großen Depression Ende der 20er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts rauscht.
Und wenn parallel dazu begeistert erklärt wird, Corona katapultiere den E-Commerce in neue Dimensionen, dann muss man auch mitdenken: Dieser Onlinehandel gibt unseren ohnehin schon verödenden Innenstädten den Rest. Wollen wir ein reichhaltiges Biotop, wollen wir Diversität, Vielfalt? Oder wollen wir eine Amazon-Google-Facebook-Monokultur? Wenn der Staat jetzt gigantische Rettungspakete schnürt, sollte er auf der anderen Seite endlich die Steuern für die großen Onlineprofiteure erhöhen. Ansonsten sterben unsere Städte und mit ihnen der Gemeinschaftsraum, der Gemeinsinn und die Demokratie.
Herr Precht, vielen Dank für das Interview.