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Rekordinflation: Software und Cloud-Dienste werden teurer

Führende Softwareanbieter wie Microsoft erhöhen ihre Preise. - Copyright: Igor Golovniov/SOPA Images/LightRocket via Getty Images
Führende Softwareanbieter wie Microsoft erhöhen ihre Preise. - Copyright: Igor Golovniov/SOPA Images/LightRocket via Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Die Inflation zeigt ihre Auswirkungen: Einige Softwarehersteller und Cloud-Dienstleister haben laut eines Berichts des „Handelsblatts“ ihre Preise deutlich angehoben. SAP will bei seinen Cloud-Produkten eine automatische jährliche Preiserhöhung von 3,3 Prozent einführen. Microsoft hat bereits im März den Preis für Office 365 um bis zu 25 Prozent erhöht. Der Hosting-Anbieter Hetzner schlägt zehn Prozent auf. Andere Konzerne wie Oracle legen vertraglich fest, dass sie ihre Preise um die Inflationsrate erhöhen können.

Vonseiten des Cloud-Anbieters OVH, der viele seiner Produkte um zehn Prozent anhebt, heißt es in dem Bericht, die allgemeine Teuerung habe „erhebliche Auswirkungen auf alle Geschäftsbereiche, einschließlich des digitalen Sektors“. Ihre Berechnung legten die IT-Unternehmen indes nicht offen. Fachleute beobachten, dass die Preiserhöhungen Dienste betrifft, für die es nur wenig Alternativen gibt. So sagte der CIO eines deutschen Industriekonzerns dem „Handelsblatt“: „Ich komme nicht von Outlook oder Teams weg, deswegen kann Microsoft leichter die Preise erhöhen als andere Anbieter." [Mehr bei Handelsblatt]

Auf Gründerszene: Eigentlich sind Mitarbeiterbeteiligungsprogramme dazu da, viel Geld in die Kassen der Angestellten zu spülen. Unser Redakteur Daniel Hüfner hat mit einer ehemaligen Startup-Mitarbeiterin gesprochen, die allerdings eine ungewöhnliche Klausel in ihrem ESOP-Vertrag hatte. Nachdem sie bei der Tech-Firma gekündigt hatte, wurden ihre Anteile nach und nach verringert, erzählt sie. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Die Suse-Aktien sind am Donnerstag nach einer gesenkten Auftragsprognose abgestürzt. Das Papier des Nürnberger Software-Konzerns lag zeitweise bei mehr als minus 34 Prozent, letztendlich ging es mit einem Abschlag von knapp 20 Prozent aus dem Handel. Der Softwareanbieter hat vor einem Jahr den Börsengang gefeiert, die Aktie befindet sich jedoch seit Monaten auf Talfahrt. Im Geschäftsjahr 2021/22 erwartet Suse aktuell einen währungsbereinigten Anstieg des jährlichen Vertragswerts in Kernprodukten von rund zehn Prozent. Bei aufstrebenden Softwareprodukten geht Suse nur noch von einem Plus von 20 Prozent statt 50 Prozent aus. [Mehr bei Handelsblatt]

Alibaba hat angekündigt, dass der Konzern in den nächsten drei Geschäftsjahren eine Milliarde US-Dollar investieren wird, um seine Cloud-Computing-Kunden zu unterstützen. Die Investition bestehe aus „finanziellen und nicht-finanziellen Anreizen wie Finanzierung, Rabatten und Markteinführungsinitiativen“, hieß es. Nach einer historischen Verlangsamung versucht der chinesische E-Commerce-Konzern, das Wachstum wieder anzukurbeln. Alibaba ist laut Gartner der weltweit drittgrößte Cloud-Computing-Player hinter Microsoft und Amazon. [Mehr bei CNBC]

Docusign hat Allan Thygesen ab Oktober als neuen CEO angeworben. Thygesen war zuletzt im Management bei Google tätig. Dort war er für das 100-Milliarden-Dollar-Werbegeschäft von Google in Amerika verantwortlich. Docusign führt weiterhin das Geschäft mit elektronischen Signaturen an. Der Aktienkurs ist im vergangenen Jahr um 80 Prozent eingebrochen und seit Jahresbeginn um 65 Prozent gefallen. [Mehr bei Techcrunch und CNBC]

Tesla ruft fast 1,1 Millionen US-Fahrzeuge zurück. Der Hersteller von Elektrofahrzeugen teilte der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) mit, dass er ein Over-the-Air-Software-Update des automatischen Fensterumkehrsystems durchführen werde. Der Rückruf betrifft einige Modelle 3 der Baujahre 2017–2022, das Modell Y 2020–2021 und die Modelle S und X 2021–2022. Zuvor war bekannt geworden, dass das automatische Fensterheber-Umkehrsystem möglicherweise nicht richtig reagiert. [Mehr bei Wall Street JournalReuters und Guardian]

Investitionen: Openstore, das Online-Shop-Besitzern beim Verkauf ihrer Unternehmen hilft, hat 32 Millionen US-Dollar eingesammelt. Damit erreicht das in Miami ansässige Unternehmen eine Bewertung von 970 Millionen Dollar. Lux Capital leitete die neue Investition. Die Finanzierung erhöht die Bewertung des Startups um 25 Prozent. [Mehr bei The Information und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Niemand hatte erwartet, dass Sumup acht Milliarden Euro wert sei. Der Gründer verrät, womit er punktete. Und was er anders machen würde. [Mehr bei Gründerszene]

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