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Reinigungskraft: Wie viel springt bei diesem Knochenjob heraus?

64 Prozent der in privaten Haushalten arbeitenden Putzkräfte wischen, saugen und schrubben in Schwarzarbeit. (Bild: Getty Images)

Wer einmal eine gute Reinigungskraft gefunden hat, gibt ihre Telefonnummer wenn überhaupt nur an engste Freunde weiter und ist ansonsten froh, mit ihrer Hilfe den Spagat zwischen Haushalt, Arbeit und Familie hinzubekommen. Mittlerweile gehen Putzhilfen in jedem zehnten Haushalt ihrer Arbeit nach – doch wie lukrativ ist die überhaupt?

Einer aktuellen Umfrage des Meinungs- und Forschungsinstituts Forsa zufolge gibt es in Deutschland mehr als 600.000 Reinigungskräfte. 64 Prozent der in privaten Haushalten arbeitenden Putzkräfte wischen, saugen und schrubben in Schwarzarbeit, berichtet der „Stern“. Sozialabgaben und Vorsorge für die Rente fallen damit flach, doch was bleibt dann hängen bei den Putzfeen?

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Ein knappes Viertel der Befragten gibt sich laut Forsa mit einem Stundenlohn zwischen 8,50 Euro und 10 Euro zufrieden, die meisten erachten zwischen 10 und 12 Euro als angemessen für ihre Tätigkeit. Sind die Haushaltshilfen bei einer Reinigungsfirma angestellt, orientiert sich ihr Gehalt am gesetzlichen Mindestlohn für die Lohngruppe 1. In den neuen Bundesländern sind das mindestens 9,55 Euro pro Stunde, in den alten 10,30 Euro. Gute drei Euro mehr gibt es für Glas- und Fassadenreiniger, die in die Lohngruppe 6 fallen.

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Wer auf der Suche nach einer Reinigungskraft Hilfe bei Onlineportalen sucht, sollte auf die Feinheiten achten. Book a Tiger wirbt zum Beispiel mit haftpflicht- und sozialversicherten Reinigungskräften, die angestellt sind. Dafür zahlen Kunden ab 19,90 pro Stunde. Bei anderen Portalen wie Helpling sind die Putzkräfte auch haftpflichtversichert, werden aber nur vermittelt. Dafür müssen sie bis zu drei Euro an das Portal abführen, legen ihren Stundenlohn ansonsten aber selbst fest. Mit Schwarzarbeit hat das nichts zu tun, was Kritiker als positiv bewerten. Und doch bemängeln sie, dass unterm Strich oft zu wenig übrig bleibt für die Putzfrauen – und -männer, ohne die viele ihren Haushalt nicht mehr gestemmt kriegen.