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RATING: S&P senkt Kreditbewertung für Argentinien

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditbewertung für Argentinien in lokaler Währung um eine Stufe gesenkt. Die neue Bewertung lautet "CC", nach zuvor "CCC-", teilte S&P am späten Dienstagabend mit. Mit der neuen Einstufung liegt das krisengeschüttelte südamerikanische Land bei S&P noch noch zwei Stufen oberhalb der Bewertung "Default", mit der ein Kreditausfall im Zuge einer Staatspleite gekennzeichnet wird.

Dagegen bleibt die Bewertung der Kreditwürdigkeit in ausländischen Währungen unverändert auf der Stufe "CCC-", wie es weiter in der Mitteilung hieß. Außerdem ließ die Ratingagentur den Ausblick für die Kreditbewertung weiter auf "negativ". Damit ist in den kommenden Monaten eine erneute Abstufung möglich.

Den nach wie vor negativen Ausblick für die Kreditbewertung erklärte S&P unter anderem mit den Risiken für die fristgerechte und vollständige Rückzahlung der Staatsschulden. Außerdem verwiesen die Experten der Agentur auf die angespannte wirtschaftliche Lage Argentiniens.

Das südamerikanische Land leidet unter einer hohen Verschuldung und steht erneut vor einer Staatspleite. Im vergangenen Jahr hatte sich die Lage zugespitzt, nachdem die Landeswährung Peso im Zuge von Neuwahlen erneut stark unter Druck geraten war. Argentinien gehört zu den Ländern mit der weltweit höchsten Inflationsrate.

Die Mitte-Links-Regierung des neuen Präsidenten Alberto Fernandez will die Zahlungsverpflichtungen nun neu aushandeln. Der Plan der Regierung sieht auch höhere Steuern auf Agrarexporte und Devisenankäufe sowie für sechs Monate eingefrorene Preise für Strom, Gas und Wasser vor.