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Röttgen zu 100 Tagen Biden: 'Es herrscht nicht eitel Sonnenschein'

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Nach den ersten 100 Amtstagen des neuen US-Präsidenten Joe Biden lobt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschuss im Bundestag, Norbert Röttgen, den Schnellstart der amerikanischen Regierung - warnt aber auch vor zu viel Vertrauensseligkeit im transatlantischen Verhältnis. Die Mannschaft Bidens sei bestens vorbereitet und konnte darum sofort loslegen. "Aber es herrscht nicht eitel Sonnenschein", sagte Röttgen der "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger" (Donnerstag).

So hätten die USA etwa über den schnellen Abzug aus Afghanistan einseitig ohne Konsultation mit den dort seit 20 Jahren im Einsatz befindlichen Nato-Staaten wie Deutschland entschieden. Dies müsse Deutschland vor Augen führen: "Die Administration Biden will uns als echte Partner, nicht als Trittbrettfahrer. Auch Deutschland muss seine Entscheidungen jetzt treffen, sonst werden wir links liegen gelassen."

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU), forderte Deutschland und Europa auf, sich an der Seite der USA gegen das Weltmachtstreben Chinas zu stellen. "Wir müssen nicht nur in Europa und im Mittelmeerraum im Zweifel ordnend eingreifen, sondern auch die USA im Südchinesischen Meer unterstützen. Geopolitisch ist es wichtig, dass die Handelswege offenbleiben und China seine Macht nicht ausdehnt, sagte er ebenfalls den beiden Blättern.

Er zeigte sich zugleich erleichtert über die Entscheidung Bidens, die US-Truppen aus Deutschland nicht abzuziehen, sondern diese vielmehr um weitere 500 US-Soldaten aufzustocken. "Das ist ein starkes Signal der USA, das neues transatlantisches Vertrauen schafft."

Gut drei Monate nach seinem Amtsantritt hält Biden am Mittwochabend (Ortszeit; 03.00 Uhr MESZ Donnerstag) erstmals eine Rede vor beiden Kammern des Kongresses. An diesem Donnerstag ist Bidens hundertster Tag als Präsident im Weißen Haus.