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Rätselhafter Rhythmus: Massenaussterben und andere Katastrophen treten zyklisch auf

·Lesedauer: 3 Min.

Vulkanausbrüche, Massensterben, zerbrechende Superkontinente: Solche irdischen Katastrophen scheinen in einem bestimmten Turnus aufzutreten.

Alle (Millionen) Jahre wieder: Irdische Katastrophen und große Veränderungen prägen seit jeher unsere Erde und die Menschheit. Doch werden sie allein durch das Handeln der Akteure auf der Erde verursacht? Oder hat die Erde eine Art rhythmischen Zyklus, in dem immer wieder solche Großereignisse auftreten? Eine Studie gibt nun neue Antworten auf diese Frage: Unsere Erde scheint tatsächlich eine Art Pulsschlag zu haben, wie das Wissensmagazin Scinexx berichtet.

Ein Forschungsteam der New York University führte unter der Leitung des Biologen Michael Rampino eine Analyse durch, bei der insgesamt 89 irdische Großereignisse innerhalb der vergangenen 260 Millionen Jahre untersucht wurden. Zu diesen Umwälzungen und Katastrophen zählen plattentektonische Vorfälle wie das Zerbrechen von Superkontinenten, außerdem auch Massenaussterben und Eruptionen von Vulkanen. Auch extreme Meeresspiegel-Tiefstände und Tempoveränderungen bei der Entstehung neuer Ozeankrusten wurden erfasst. Drei verschiedene Datierungsmethoden führten die Forschenden alle zu demselben Ergebnis: Jene Ereignisse traten wohl allesamt alle 26,6 bis 27,5 Millionen Jahre auf – in Clustern sozusagen.

Keine zufällige Abfolge

Ob besagte Katastrophen zyklisch auftreten, ist unter Forscherinnen und Forschern bereits seit langer Zeit eine umstrittene Frage. Während Geologinnen und Geologen in den 1920er Jahren erste Hinweise auf einen Zyklus bei tektonischen Entwicklungen feststellen konnten, wurde ein solcher „Takt“ 2017 zumindest bei Asteroideneinschlägen widerlegt. Heute bieten neue Technologien zusätzliche und exaktere Erhebungs- und Datierungsmethoden, die die Forschung dazu konkretisieren können, heißt es seitens der Forscherinnen und Forscher.

Das Ergebnis der Studie von Michael Rampino zeigt einen eindeutigen Turnus. In den untersuchten 260 Millionen Jahren bildeten sich insgesamt zehn dieser Cluster, in denen die Umwälzungen stattfanden. Sowohl bei den rein geologischen Ereignissen als auch bei den Massenaussterben war eine regelmäßige Wiederkehr mit Zeitabständen von 26,6 bis 27,5 Millionen Jahren feststellbar. Das jüngste dieser Cluster, so die Forscherinnen und Forscher, liegt zehn Millionen Jahre zurück. „Viele Geologinnen und Geologen glauben, dass die zeitliche Abfolge geologischer Ereignisse völlig zufällig ist. Aber unsere Studie liefert statistische Belege für einen zugrundeliegenden Zyklus“, sagt Michael Rampino. „Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die Erdgeschichte von größtenteils periodischen, koordinierten und teilweise katastrophalen Ereignissen geprägt ist.“

Gründe für den Zyklus nicht geklärt

Was diesen Zyklus auslöst, ist derzeit jedoch noch unklar. Bislang konnten keine eindeutigen Gründe für die Periodizität nachgewiesen werden. Die Forscherinnen und Forscher sagen, dass viele klimatische und biologische Großereignisse sehr eng mit fundamentalen geologischen Vorkommnissen in Verbindung stehen. Beispielhaft dafür seien etwa die Veränderungen des Meeresspiegels und ihr Zusammenhang mit der Entwicklung der Plattentektonik. Eine mögliche Erklärung für die stetige Wiederkehr der Großereignisse sei also, dass sie auf innere Prozesse der Erde zurückzuführen sind.

Eine weiterer Erklärungsansatz sind kosmische Einflüsse auf unseren Planeten. Beispielsweise konnte nachgewiesen werden, dass der Milanković-Zyklus für die Entstehung der Eiszeiten mit verantwortlich war. Unter diesem Zyklus werden Veränderungen der globalen Verteilung der Sonneneinstrahlung auf der Erde verstanden. Verschiedene Faktoren, unter anderem die Neigung der Erdachse und die Erdbahn um die Sonne, sind dafür verantwortlich, dass die Sonneneinstrahlung verändert auftritt. So kann der Zyklus offenbar auch kürzere Schwankungen zwischen 27,5 und 390 Millionen Jahren auslösen und mit den Großereignissen womöglich in Zusammenhang stehen. Doch was die Gründe sind und wie sicher diese sind, ist bislang nicht hinreichend geklärt. Rampino und sein Team sind sich sicher: „Was auch immer die Ursache sein mag, das Timing der geologischen Großereignisse stützt die Annahme, dass es sich hier um eine periodische und koordinierte Abfolge handelt.“

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