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Protestaktion gegen Umweltstiftung für Gasleitung Nord Stream 2

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SCHWERIN (dpa-AFX) - Die Klimaschutz-Initiative Fridays for Future hat ihre Forderung nach einer Abkehr von fossilen Energieträgern bekräftigt und gegen die Fertigstellung der Gaspipeline Nord Stream 2 protestiert. Bei einer Kundgebung vor der Staatskanzlei in Schwerin forderten am Dienstag eine coronabedingt kleine Gruppe von fünf jungen Leute die Landesregierung auf, ihre Unterstützung für die umstrittene Gasleitung durch die Ostsee aufzugeben. Auslöser der Aktion waren jüngste Beschlüsse von Regierung und Landtag Mecklenburg Vorpommerns zur Gründung einer landeseigenen Umweltstiftung. Diese soll zwar Projekte im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz im Nordosten fördern, zugleich aber zu Gunsten von Nord Stream 2 auch wirtschaftlich aktiv werden können.

Die Schützenhilfe für das Pipeline-Projekt trifft bei Umweltverbänden auf massive Kritik. Sie befürchten, dass mit zusätzlichen Gaslieferungen die Energiewende in Deutschland hin zu 100 Prozent Ökostrom weiter verzögert wird. Befürworter der Pipeline sehen Gaskraftwerke hingegen als notwendige Brückentechnologie, um in der Zeit des Übergangs Versorgungssicherheit gewährleisten zu können.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die sich massiv für die Fertigstellung von Nord Stream 2 einsetzt, erneuerte ihre Einladung zum Dialog. "Mir ist es wichtig, mit unseren jungen Klimaaktivist*innen im Austausch zu sein & sie zu beteiligen", schrieb sie auf Twitter.