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MIT-Professor Noam Chomsky warnt, dass Trump die Finanzmärkte crashen wird

John Stanley Hunter
Noam Chomsky

Noam Chomsky ist sicher: Donald Trump wird als US-Präsident die Finanzmärkte zu einem großen Crash führen. „Seit Trump gewählt wurde, sind die Aktienkurse der Finanzinstitute in die Höhe geschossen“, so der Nobelpreisträger. „Die Investoren sind froh darüber, dass er die Regulierungen eliminiert, dadurch können sie größere Profite machen. Das wird zu einem Crash führen, was aber nicht deren Problem ist. Die Steuerzahler werden dafür aufkommen müssen.“

Trump „anti-Establishment“ zu nennen sei ein Witz, so der Linguist laut „Alternet“. Man müsse nur auf die Finanzmärkte schauen, um zu sehen, wie anti-Establishment Trump ist.

Der bekannte US-Kritiker, Linguist und Philosoph ist nicht der einzige, der vor den Folgen der Politik Trumps auf die Finanzmärkte warnt. Crash-Prophet Marc Faber wies ebenfalls auf die Gefahr eines Absturzes hin. „Die Anleger sollten verstehen, dass die Märkte auch untergehen können und es würde mich nicht überraschen, wenn die aufgeblasenen Finanzmärkte um 20 bis 40 Prozent einbrechen“, sagte er vergangene Woche. Der Schweizer Börsenexperte wies darauf hin, dass die Märkte nicht so gesund sind, wie sie von den Medien oftmals dargestellt werden. „Jeden Tag gibt es mittlerweile mehr neue Jahrestiefs als Jahreshochs bei den US-Aktien — und das nur 1,6 Prozent unter dem Allzeithoch des Index. Das sollte Anlegern genug sagen“.

Noam Chomsky hatte sich bereits während des Wahlkampfs sehr kritisch zu Donald Trump geäußert. Auch die Umweltpolitik Trumps hält Chomsky für dramatisch. Nach den Präsidentschaftswahlen in den USA sagte er bereits, es scheine, als sei die Antwort der Menschheit auf „die wichtigste Frage der Geschichte ... die Beschleunigung des Wettrennens zum Disaster“.

Lest auch: Crash-Gefahr? Bank of America macht skurrile Aussage zu den Entwicklungen an den Märkten

Der 88-Jährige nannte die Republikaner „die gefährlichste Organisation aller Zeiten“. Die Partei sei „voller Hingabe auf dem Weg, so schnell wie möglich die Zerstörung des menschlichen Zusammenlebens einzuleiten.“ Dafür gäbe es noch keinen Präzedenzfall in der Menschheitsgeschichte.

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