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Verdacht: Moscheeverein soll Corona-Hilfen erschlichen haben

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Berlin. Im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs mit Corona-Hilfsgeldern steht in Berlin erneut ein Moschee-Verein im Fokus. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft durchsuchten rund 60 Polizisten bereits am Donnerstag gegen 8 Uhr morgens Vereinsräume der Dar-As-Salam-Moschee an der Flughafenstraße in Neukölln.

Der Verein ist auch als „Neuköllner Begegnungsstätte“ bekannt. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage bestätige, wurde auch bei der Anschrift des Vorstandsvorsitzenden des Moschee-Vereins durchsucht. Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ über die Maßnahme berichtet.

Details zu den Durchsuchungen und den Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs mit Corona-Hilfen wurden am Freitag von Behördenseite nicht bekannt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, sagte lediglich: „Erkenntnisse zu extremistischen Bezügen liegen in dem Verfahren nicht vor.“

Imam: „Ich habe nichts zu verbergen“

Der Vorsitzende des Moschee-Vereins, Mohamed Taha Sabri, bestätigte am Freitag, dass bei ihm durchsucht worden sei. „Ich habe nichts zu verbergen“, sagte Sabri. Die Moschee solle „in den Dreck“ gezogen werden.

Der Verein habe 14.000 Euro Corona-Hilfen beantragt und diese auch erhalten. Durch die Corona-Krise sei zwischenzeitlich das Freitagsgebet ausgefallen. Dadurch seien dem Verein Einnahmeausfälle entstanden, weil es keine Kollekte habe geben können.

„Wir haben völlig rechtmäßig gehandelt“, sagte Sabri. „Wenn man uns gefragt hätte, hätten wir kooperiert.“ Wenn eine Prüfung ergeben...

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