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Pläne der Gesundheitsminister: In allen Bundesländern sollen möglichst viele Operationen wegen Corona verschoben werden

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Mehr als die Hälfte aller Intensivbetten in Deutschland ist schon mit Corona-Patienten belegt, deshalb schlagen die Gesundheitsminister der Länder jetzt Alarm. Um das medizinische Personal nicht noch mehr zu belasten, sollen alle planbaren Operationen in den kommenden Wochen gestrichen werden – bundesweit.

Das geht aus einem Entwurf der Gesundheitsministerkonferenz hervor, der Business Insider exklusiv vorliegt. An diesem Montag tagen die Landesminister, zusammen mit dem geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wollen sie über diesen Vorschlag entscheiden. Die Minister und Ministerinnen sehen "für die kommenden Wochen die Notwendigkeit", in den Krankenhäusern Platz für an Covid-19 Erkrankte zu schaffen, "indem nicht dringend medizinisch notwendige Eingriffe und Behandlungen nicht mehr vorgenommen werden", heißt es in dem Schreiben. Es sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um bundesweit Operationen und Behandlungen auszusetzen. Grund: "Die Corona-Lage ist ausgesprochen ernst."

Wie drängend der Vorstoß ist, zeigen Daten der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin: Aktuell liegen bundesweit auf Intensivstationen 4460 Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind (Stand: 28. November 2021). Insgesamt gibt es in den 1200 Krankenhäusern in Deutschland nur 8600 Plätze mit einer hohen Versorgungsstufe, wie sie für Corona-Patienten benötigt wird. Auch wenn es wirkt, als wäre noch Puffer vorhanden: aus einigen Krankenhäusern besonders im Süden und Osten von Deutschland mussten bereits Patienten verlegt werden. Für diesen Vorschlag scheint bereits Einigkeit unter den Gesundheitspolitiker zu herrschen, die Entscheidung fällt am Montagnachmittag.

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