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Peter Thiel will eingefroren und wiederbelebt werden – diese Technologie steckt dahinter

Peter Thiel will nach dem Tod kryokonserviert werden. - Copyright: John Lamparski/Getty Images
Peter Thiel will nach dem Tod kryokonserviert werden. - Copyright: John Lamparski/Getty Images

Peter Thiel hat bestätigt, dass er nach seinem Tod kryogenisch konserviert werden soll, damit er in Zukunft wiederbelebt werden kann. Auch wenn er bezweifelt, dass die Technologie überhaupt funktioniert, sagte er der Journalistin Bari Weiss in ihrem Podcast "Honestly with Bari Weiss".

In einem ausführlichen Interview, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, sprach der Milliardär über seine politischen Ideen, wie etwa seine Unterstützung für den Gouverneur von Florida, Ron DeSantis. Er verriet auch seine Pläne für die Zeit nach dem Tod in einer Reihe von Schnellfeuerfragen, die Weiss ihm am Ende des Gesprächs stellte.

Thiel glaubt an Zukunft von Kryonik

"Kann die Menschheit den Tod besiegen? Und sollten wir den Tod besiegen wollen?", fragte Weiss Thiel.

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"Wir haben es nicht einmal versucht. Wir sollten entweder den Tod besiegen oder zumindest herausfinden, warum es unmöglich ist", sagte Thiel. Weiss fragte ihn dann, ob er sich für eine kryogene Konservierung entschieden habe. "Ja", sagte Thiel, "aber ich betrachte das eher als ideologisches Statement. Ich erwarte nicht unbedingt, dass es funktioniert, aber ich denke, dass es die Art von Dingen ist, die wir versuchen sollten", fuhr Thiel später fort.

Bei der Kryokonservierung werden Menschen nach dem Tod eingefroren und so lange gelagert, bis die Wissenschaft eine Möglichkeit gefunden hat, sie wieder zum Leben zu erwecken. Dafür wird direkt nach dem Tod eine Konservierungsflüssigkeit in den Körper gepumpt. Zeitgleich wird der Körper von allen eigenen Flüssigkeiten befreit. Der Körper wird dann dauerhaft in speziellen Instituten in flüssigem Stickstoff gelagert. Konservierung und Lagerung kosten ab 200.000 Euro.

Ob es jemals gelingen wird, Menschen tatsächlich wieder zum Leben zu erwecken, ist allerdings fraglich. Kritiker bezweifeln, dass es möglich ist, alle Zellen im menschlichen Körper einzufrieren und wieder aufzutauen, ohne sie zu beschädigen. Denn jede Zelle hat eine andere Gefriereigenschaft und ein anderes Gefrier-Optimum. Auch gibt es bisher keine Möglichkeit, ein totes Gehirn wiederzubeleben – anders als beispielsweise beim Herzen.

Auf die Frage von Weiss, ob er auch seine Angehörigen einfrieren lasse, antwortete Thiel, er sei noch nicht davon überzeugt, dass die Technologie wie vorgesehen funktioniere. "Ich denke, wir müssen noch einiges ausprobieren. So weit ist es noch nicht", sagte Thiel.

"Milliarden in die richtigen Leute investieren"

Thiel, Mitbegründer von Paypal und Facebooks erster externer Investor, ist laut Bloomberg Billionaires Index 8,13 Milliarden Dollar schwer.

Thiel hat schon früher sein Interesse an der Kryokonservierung bekundet, und seine Stiftung hat kürzlich ein Unternehmen unterstützt, das Haustiere nach ihrem Tod einfrieren will, damit sie wieder zum Leben erweckt werden können.

Thiel hat jahrzehntelang zur Anti-Aging-Forschung beigetragen und oft gesagt, dass die menschliche Rasse durch Machtkämpfe und kulturelle Probleme abgelenkt wird, während sie sich auf andere Themen wie die Heilung von Krebs konzentrieren sollte.

"Ich denke immer wieder, dass ich mich nicht genug für Biotechnologie und radikale Lebensverlängerung engagiere oder auch nur versuche, in die Heilung vieler dieser großen chronischen Krankheiten zu investieren, die wir haben", sagte er zu Weiss. Thiel sagte, er würde Milliarden in die Biotechnologie investieren, wenn er die richtigen Leute mit den richtigen Ideen finden könnte. "Das größere Problem ist es, Leute mit guten Ideen zu finden und einen Weg nach vorne zu finden", sagte er.

Thiel gesellt sich zu mehreren Milliardären, die sich ebenfalls kryogenisch konservieren lassen wollen, wie der 91-jährige Hotelier Don Laughlin. Alcor, ein in Arizona ansässiges Unternehmen, das Kryonik betreibt, sagt, dass es Laughlins "persönliche Ersthelfer" mit der Vorbereitung seines Körpers für das Einfrieren im Falle seines Todes beauftragt hat.

Anti-Aging-Industrie auf dem Vormarsch

Walt Disney wird oft fälschlicherweise als Beispiel für einen Prominenten angeführt, der kryogenisch konserviert wurde. Stattdessen wurde er eingeäschert, und seine Asche wurde 1966 in Glendale, Kalifornien, beigesetzt.

Derweil versuchen immer mehr Menschen, jung zu bleiben. Biotech-CEO Bryan Johnson sorgte beispielsweise im Februar für Aufsehen, als er behauptete, sein biologisches Alter durch eine strenge tägliche Diät und mithilfe von 30 Ärzten um fünf Jahre reduziert zu haben. Und im März erklärte der CEO von OpenAI , Sam Altman, er habe mindestens 180 Millionen Dollar in ein Startup investiert, das den Tod um zehn Jahre hinauszögern will.

Dieser Text wurde von Kim Torster aus dem Englischen übersetzt und kuratiert. Das Original lest ihr hier.